(BMWi) - Im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) organisiert die AHK Services Eastern Africa Ltd, die Dienstleistungsgesellschaft der Delegation der Deutschen Wirtschaft in Kenia (AHK Kenia) in Zusammenarbeit mit der Industrie- und Handelskammer Hannover eine fünftägige Informationsreise vom 24. bis 28. Juni 2019 für kenianische, ugandische und ruandische Entscheidungsträger und Multiplikatoren aus der IKT-Industrie. Im Mittelpunkt stehen regionale Netzwerkveranstaltungen in Hannover und Berlin.

Ostafrika hat sich als ein Wachstumsgarant auf dem afrikanischen Kontinent herausgestellt und mit wirtschaftlichem Aufschwung und einer wachsenden Mittelschicht wächst zunehmend auch der Bedarf an digitalen und IKT-Lösungen.

In Ruanda wird die virtuelle Vernetzung systematisch ausgebaut und das Land gilt als eines der digitalisiertesten in Sub-Sahara Afrika. Der IKT-Sektor in Ruanda entwickelt sich kontinuierlich weiter und hat in den letzten drei Jahren Investitionen über 550 Millionen Dollar erhalten. Darüber hinaus hat die Regierung in die Entwicklung der IKT-Infrastruktur investiert, um die Bereitstellung diverser Serviceleistungen zu ermöglichen, wie z.B. ein 2.500 km langes Glasfasernetz, das alle 30 Distrikte verbindet und 9 regionale Verbindungen zu den Nachbarländern aufweist.

Der IKT-Sektor in Kenia hat sich zu einem wichtigen Wachstumsmotor für die kenianische Wirtschaft entwickelt. Der Ausbau von mobilen Breitband-, und Glasfasernetzwerken hat die Nutzung des Internets und die Zahl der Abonnenten in den letzten Jahren deutlich gesteigert. Circa 86 % der Bevölkerung Kenias hat Zugang zum Internet. Im gesamtafrikanischen Vergleich sind es dagegen lediglich 34 %.
Das Land strebt mit seiner Technologie- und Innovationsszene namens „Silicon Savannah“ (Kenias Silicon Valley) an, die Position als Wirtschafts-, IT- und Innovationshub (z.B. mobiler Geldtransfer M-PESA) weiter auszubauen. Die Gesamtzahl des mobil transferierten Geldes in Kenia hat sich von 2013-2017 fast verdoppelt auf einen Betrag von umgerechnet ca. 36 Mio. USD. In der gleichen Zeitspanne erhöhte sich die Zahl der Mobilfunk-Abonnements von 31 Mio. auf knapp 43 Mio. Mit 68% aller erwachsenen Kenianer, die den mobilen Geldtransfer nutzen, ist Kenia führend in der Welt.

Und auch in Uganda sind aufstrebende IT- und Innovationslösungen auf dem Vormarsch. Die Einflüsse der IKT-Branche im E-Finance, in der globalen Vernetzung und im Online-Handel werden als äußerst vielversprechend bewertet. Die E-Business-Transaktionen zwischen ugandischen Unternehmen und Unternehmen aus dem Nahen Osten, Europa und Asien nehmen deutlich zu.
Durch die Schaffung eines günstigen Umfelds seitens der Regierung konnte der IKT-Sektor eine jährliche Wachstumsrate von über 25% erzielen. Der Beitrag des IKT-Sektors zum BIP lag 2017 im Durchschnitt bei 3,1%. Der Sektor konnte Investitionen von mehr als 73 Millionen US-Dollar mit über 1 Million Beschäftigten generieren.

Auf der Agenda vieler kenianischer, ruandischer und ugandischer Unternehmen steht die Expansion, wofür auch in anspruchsvollere Lösungen investiert wird: Die führenden Firmen in Ostafrika sind in der Lage, adäquate Rentabilitätsrechnungen durchzuführen und schätzen die deutsche Qualität darum wert.

Ausgewählte Geschäftsmöglichkeiten innerhalb von Ostafrika sind:
Rechenzentrum und Disaster Recovery Center, Aufbau eines digitalen Rundfunknetzes, Einführung von E-Government-Diensten, Regierungsanwendungen, Gehaltsabrechnungen, Pensionen, Landinformationssystem / lokale Behörden und Gebührenerhebung, National ID (Third Generation) Projekt welchesGeburten- und Todesfallregistrierung enthalten sollen; ein Visa-Ausgabesystem welchesin allen Grenzkontrollstellen installiert werden soll.

Das grenzüberschreitende Management zeigt Potenzial für Investitionen in die Registrierung und Überwachung von Ausländern, wobei Fragen der digitalen und Datensicherheit eine Rolle spielen. Weitere bedeutende Bereiche sind der E-Commerce, Health Card und Insuretech.

Im Zuge der Delegationsreise können sich zwischen acht und zwanzig Entscheidungsträger aus Kenia, Ruanda und Uganda ein Bild über die Leistungsfähigkeit der Branche in Deutschland machen.
Ein umfangreiches Programm in Berlin und Hannover führt die Teilnehmer in die IKT-Branche in Deutschland ein. Eine Veranstaltung im Innovationszentrum Niedersachsen und eine Veranstaltung im Hafen Hannover ermöglichen der ostafrikanischen Delegation Produktneuheiten kennenzulernen und Kontakte in Niedersachsen zu knüpfen. Veranstaltungen im politischen Berlin ermöglichen eine politische Vernetzung der Akteure.
Für interessierte deutsche Unternehmen besteht die Möglichkeit, sich mit der Delegation auszutauschen, Kontakte zu knüpfen und sich den wachstumsstarken ostafrikanischen Markt zu erschließen.

Das Projekt wird aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert und ist Bestandteil des BMWi-Markterschließungsprogramms für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) 2019. Die Teilnahme an diesem Programm ist für ausländische und deutsche Unternehmen kostenfrei. Es fallen lediglich die individuellen Reise-, Unterbringungs- und Verpflegungskosten an.

Eine ausführliche Programmbeschreibung für die Reise ist über die Projektpartner AHK Services Eastern Africa Ltd. und IHK Hannover unter www.kenia.ahk.de verfügbar. Anmeldefrist ist der 19. April 2019.

Für weitere Fragen zum Programm sowie Anmeldung und Informationen zum Ablauf der Reise kontaktieren Sie bitte Frau Safina Hofmann.

Auf dem Außenwirtschaftsportal iXPOS finden Sie zudem weitere Informationen zu Projekten des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU.

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