(BMWi) - Am 19. Juni 2019 führt die German Industry & Commerce Greater China GmbH, im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi), in Hamburg eine Informationsveranstaltung für deutsche Unternehmen, Dienstleister und Selbstständige zum Thema Schiffbau und maritime Routen nach Asien durch. Es handelt sich dabei um eine projektbezogene Fördermaßnahme im Rahmen des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU.

China als wichtigster Außenhandelspartner Deutschlands nimmt auch für die heimische maritime Wirtschaft eine wichtige Position ein. Der internationale Handel mit China über den Seeweg bietet Potential für Reedereien, Häfen und Logistikanbieter. Die Nachfrage im (Spezial-) Schiffbau und in der Meerestechnik macht das Land zu einem weiter wachsenden Markt für die weltweit führende deutsche maritime Zulieferindustrie. Viele Teilbereiche der maritimen deutschen Wirtschaft sind gefragte Zukunftsbranchen: Energieeffizienz, Klima- und Umweltschutz, Rohstoffversorgung - zu diesen zentralen Zukunftsfragen kann die maritime Wirtschaft auch für Länder entlang der maritimen Seidenstraße Impulse geben. Seeschifffahrt, Häfen, Schiffbau und Schiffbauzulieferindustrie, die Meerestechnik, die Offshore-Windenergie sowie maritime Forschung und Entwicklung sind hier wichtige Kernbereiche.

Gleichzeitig stellt die Zusammenarbeit mit China im maritimen Sektor deutsche Unternehmen zunehmend vor Herausforderungen. So hat China angekündigt einen Marktanteil von 40 Prozent im High-Tech-Schiffbau erreichen zu wollen und sucht gezielt Partnerschaften mit europäischen Spezialisten, z.B. zum Bau von Kreuzfahrtschiffen, was den Wettbewerbsdruck für deutsche Hersteller und Zulieferer deutlich erhöht. Laut der Financial Times Research befinden sich rund zwei Drittel der weltweit größten fünfzig Containerhäfen vollständig oder teilweise in chinesischer Hand. Im Rahmen der neuen Seidenstraßeninitiative gehört die globale Einflussnahme im maritimen Sektor ganz klar zu den definierten Strategien der chinesischen Regierung. Was können deutsche Unternehmen tun?

Ziel der Informationsveranstaltung ist deutschen Unternehmen rund um die maritime Industrie ein realistisches Bild zu Chancen und Risiken des chinesischen Marktes und der global angelegten maritimen Seidenstraßeninitiative aufzeigen. Dabei werden zum einen Experten über die rechtlichen und marktspezifischen Voraussetzungen in China informieren, zum anderen Unternehmenserfahrungen dazu beitragen, eigene Ideen für einen Marktzugang realistisch bewerten und einschätzen zu können. Ein zweiter Fokuspunkt der Veranstaltung soll auf dem Status quo und Zukunftsperspektiven der maritimen Seidenstraßeninitiative Chinas liegen: welche Projekte und mit welchen internationalen Beteiligungschancen wurden und werden entlang der Seeroute realisiert? Welche Auswirkungen hat der Ausbau der Maritimen Seidenstraße auf internationale Handelsströme und wie stehen die Chancen und Risiken für eine deutsche Beteiligung? Hierbei soll besonders auf Schiffbau und Meerestechnik, genauso aber auch auf die Bereiche Hafenausbau & Logistik, Offshore eingegangen werden.

Anmeldung bis 01. Juni 2019.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Projektflyer

Eine Übersicht zu weiteren Projekten des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU kann unter www.ixpos.de/markterschliessung abgerufen werden.

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