(BMWi) - Im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) organisiert das Informationszentrum der Deutschen Wirtschaft mit Unterstützung der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer (AHK) in Kooperation mit dem Verein German Water Partnership (GWP) eine Leistungsschau für deutsche Technologieanbieter aus dem Bereich Wasserwirtschaft nach Russland.

Das Projekt ist Teil der Exportinitiative Umwelttechnologien des BMWi und wird im Rahmen des Markterschließungsprogramms für KMU 2019 des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) durchgeführt. Ziel des Projektes ist der Auf- und Ausbau von Geschäftsaktivitäten und eines Netzwerks im Zielmarkt. Zielgruppe der Reise sind in erster Linie kleine und mittlere Unternehmen (KMU), Selbstständige der gewerblichen Wirtschaft, fachbezogene freie Berufe und wirtschaftsnahe Dienstleister mit Geschäftsbetrieb in Deutschland.

Zur Teilnahme sind deutsche Anbieter hochwertiger Technologien, Produkte und Dienstleistungen, Ausrüstungen und Anlagen, für Wasseraufbereitung und -reinigung, Prozess- und Abwasser, Wasserversorgung, Kanalisation und ähnliche Branchen eingeladen. Ziel ist es, deutsche Unternehmen, die in diesem Bereich tätig sind, bei der Erschließung des Absatzmarktes Russland zu unterstützen.

Der russische Markt für Wasserwirtschaft ist für deutsche Technologieanbieter sehr interessant. Russland ist eines der Länder mit den größten Wasserressourcen. In den letzten Jahren hat sich das Problem der schlechten Wasserqualität und des hohen Verschmutzungsgrads von Gewässern allerdings allgemein zugespitzt. Die Hauptverschmutzer sind Industrieunternehmen und Betriebe der kommunalwirtschaftlichen Infrastruktur, die für etwa 90% der Abwässer verantwortlich sind. Im Gebiet des Wolga-Beckens, wohin die Reise führen wird, befindet sich etwa 40% der Industrie des Landes und etwa 50% der landwirtschaftlichen Nutzfläche. Dadurch werden in die Wolga und deren Nebenflüsse 38% der gesamtrussischen Abwässer geleitet und damit einhergehend jährlich über 2,5 Mio. Tonnen Schmutzstoffe.

Momentan steht in Russland die Frage nach einer Veränderung des Regelungssystems für Abwässer ganz oben auf der Agenda. Ab dem 1. Januar 2019 tritt ein föderales Gesetz in Kraft, dem zufolge Wasserversorgungs- und Abwasserentsorgungsbetriebe für die Reinigung der Abwässer Verantwortung tragen sollen. Für alle anderen Abwässer werden Industrieunternehmen verantwortlich sein. Außerdem ist in Übereinstimmung mit der „Strategie der Umweltsicherheit der Russischen Föderation für den Zeitraum bis 2025“ der Bau und die Modernisierung von Kläranlagen und die Einführung von Technologien zur Gewährleistung der Umweltsicherheit des Landes eine staatliche Entwicklungspriorität.

Kernziel des Reiseprogramms ist die Vermittlung direkter individueller Geschäftskontakte mit möglichen Kunden und Geschäftspartnern in den Zielregionen Russlands. Schwerpunkt der Reise ist eine Präsentationsveranstaltung. Die Delegationsteilnehmer haben dadurch die Möglichkeit, sich regionalen Unternehmen vorzustellen, mit einer Präsentation aufzutreten und Informationen über den regionalen Markt für Wasserwirtschaft zu erhalten. Abgerundet wird das Programm durch Treffen mit wichtigen Multiplikatoren und Entscheidungsträgern aus Politik und Wirtschaft, sowie Besichtigungen von Unternehmen der Zielbranche. Zur Vorbereitung erhalten die Teilnehmer detaillierte Markt- und Brancheninformationen.

Die Leistungsschau unterliegt den De-Minimis Regelungen. Der Teilnehmerbeitrag liegt in Abhängigkeit von Umsatz und Mitarbeiterzahl des Unternehmens zwischen 500 und 1000 Euro (Netto). Darüber hinaus werden die individuellen Reise-, Unterbringungs- und Verpflegungskosten von den Teilnehmern selbst getragen.

Anmeldeschluss ist der 01.03.2019.

Das detaillierte Programm und die Anmeldeunterlagen finden Sie zum Download auf der Internetseite der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer oder im Projektflyer

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