(BMWi) - Die AHK Malaysia organisiert in Kooperation mit der AHK Singapur und dem Verband für Schiffbau und Meerestechnik e. V. (VSM) im Rahmen des Markterschließungsprogramms des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) eine Geschäftsanbahnungsreise vom 3.-8. November 2019 für deutsche Branchenvertreter nach Malaysia und Singapur.

Malaysias und Singapurs geostrategische Lage im Zentrum der wirtschaftlich hoch dynamischen ASEAN-Region hat beide Länder zu einem Dreh- und Angelpunkt der maritimen Wirtschaft werden lassen. Jährlich passieren über 120.000 Schiffe die Straße von Malakka, der Meerenge zwischen der Malaiischen Halbinsel und der Nordostküste von Sumatra. Damit ist diese Meerenge die meist befahrene Wasserstraße der Welt und hat bereits eine große Zahl an Werften, Häfen und Containerterminals vorzuweisen. Vor dem Hintergrund des enormen Wirtschaftswachstums in Asien, bieten beide Länder daher optimale Voraussetzungen für eine rapide Weiterentwicklung der entsprechenden Industrien.

Die maritime Industrie Malaysias ist vor allem in Planung, Bau, Konstruktion, Reparatur, Wartung und Umbau von hochsee- und küstentauglichen Schiffen, sowie Passagier- und Fischereischiffen spezialisiert. Die malaysische Erdöl- und Erdgasindustrie bietet mit weltweit operierenden Unternehmen besonderes Potential im Bereich der Offshore-Technik, da der überwiegende Teil der Lagerstätten unter dem Meeresgrund liegen. Malaysia verfolgt weiterhin den „Malaysia Shipping Master Plan“, um bis 2022 ein überregional attraktiver Transport- und Schifffahrtsdienstleiter der internationalen Schifffahrtsbranche zu werden und fördert dabei insbesondere energieeffiziente, umweltschonende und insgesamt nachhaltige Konzepte.
Geprägt von einer leistungsfähigen Infrastruktur ist Singapur nach Shanghai der zweitgrößte Containerhafen der Welt und verzeichnete 2017 einen Umschlag von 30 Mio. Containern und über 600 Mio. Tonnen Fracht. Neben großen Werftkonzernen sind dort alle namhaften Reedereien mit ihrem Hauptsitz oder Niederlassungen vertreten.

Hohe Investitionen begünstigen beide Länder: Das Auftragsbuch für Schiffsneubauten malaysischer und singapurischer Reeder umfasst insgesamt 17,6 Milliarden US-$. Damit belegen sie zusammen Platz 4 im globalen Vergleich. Ein weiterer bilateraler Anknüpfungspunkt zwischen der maritimen Industrie Malaysias und Deutschlands ist durch die Übernahme der Werften in Wismar, Rostock und Stralsund entstanden. Die Hongkonger Niederlassung des malaysischen Schiffbau-Unternehmens Genting hat diese in 2016 für 230 Mio. Euro erworben, um vor allem Kreuzfahrtschiffe fristgerecht und kosteneffizient in hoher Qualität bauen zu können.

Die fünftägige Geschäftsanbahnungsreise richtet sich vorrangig an deutsche kleine und mittelständische Unternehmen und Zulieferer von Produkten und Dienstleistungen der Schiffbauindustrie, sowie der maritimen Wirtschaft und Offshore-Technik für die Zielmärkte Malaysia und Singapur. Während des Aufenthalts werden den teilnehmenden Unternehmen praxisnahe Informationen über den malaysischen und singapurischen Markt übermittelt. Vor Ort werden vorselektierte Gesprächstermine mit potentiellen Kunden aus Schiffbau-Unternehmen, Großwerften und Reedereien, sowie aus der maritimen Wirtschaft, der Verwaltung, aus Verbänden, Institutionen und weiteren Multiplikatoren arrangiert.

Dieser bilaterale Austausch ermöglicht den teilnehmenden Unternehmen eine detaillierte Marktanalyse, einen ggf. reibungslosen Markteinstieg und schafft eine Grundlage, um bestehende Geschäftsbeziehungen zu vertiefen und Aufträge zu akquirieren.

Die Geschäftsanbahnung wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert und ist Bestandteil des BMWi-Markterschließungsprogramms für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU). Unter www.ixpos.de/markterschliessung kann eine Übersicht zu den Projekten des Programms abgerufen werden.

Weitere Informationen zur Geschäftsanbahnung im Bereich Schiffbauindustrie und Maritime Wirtschaft/Offshore-Technik in den Zielländern Malaysia und Singapur erhalten Sie auf den Projektwebsites (https://www.malaysia.ahk.de/ und https://www.sgc.org.sg/).

Anmeldungen werden bis zum 9. August 2019 bei unserem Projektpartner, dem Verband für Schiffbau und Meerestechnik e. V. in Deutschland erbeten.

Eine Übersicht zu weiteren Projekten des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU kann unter www.ixpos.de/markterschliessung abgerufen werden.