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Informationsveranstaltung
Termin: 01.09.2022
Ort: online
Veranstalter: IHK Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern


Unabhängig von den europäischen Bestrebungen entwickelte die Bundesrepublik Deutschland ein nationales Lieferkettengesetz. Dieses wurde am 11. Juni 2021 im Bundestag verabschiedet.

Das deutsche Lieferkettengesetz tritt ab dem 1. Januar 2023 für Unternehmen mit über 3.000 Arbeitnehmern mit Sitz im Inland in Kraft. In die Mitarbeiterzahl werden ins Ausland entsandte Beschäftigte mit einbezogen. Auch ausländische Unternehmen mit einer Zweigniederlassung oder Tochterunternehmen in Deutschland fallen unter das Lieferkettengesetz. Ab dem 1. Januar 2024 wird das Lieferkettengesetz für Unternehmen mit über 1.000 Arbeitnehmern gelten.

Eine zivilrechtliche Haftung der Unternehmen ist im Lieferkettengesetz nicht vorgesehen. Doch die zuständige Kontrollbehörde – das Bundesministerium für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle – soll Zwangs- und Bußgelder verhängen können. Bei besonders hohen Bußgeldern sollen Unternehmen zusätzlich bis zu drei Jahre von öffentlichen Ausschreibungen ausgeschlossen werden können.

Von Unternehmen wird eine Risikoanalyse in unterschiedlichen Ausprägungen erwartet. Im Fokus steht der eigene Geschäftsbereich, z.B. Tochterunternehmen oder unmittelbare Zulieferer.

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