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(BMWK) - Vom 03.10.2022 bis zum 07.10.2022 führt die Deutsch-Baltische Handelskammer in Estland, Lettland, Litauen e.V. im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz, eine Informationsreise nach Deutschland durch. 

Es handelt sich dabei um eine projektbezogene Fördermaßnahme im Rahmen des Markterschließungsprogramms für KMU. Zielgruppe sind vorwiegend kleine und mittlere deutsche Unternehmen (KMU).

In den vergangenen Jahren haben die baltischen Staaten unter dem Druck des Fachkräftemangels begonnen, ihre eigene Berufsausbildung zu hinterfragen. Bisher herrscht noch weitgehend der aus sowjetischen Zeiten herrührende verschulte Ansatz vor. Gerade technische Ausbildungen leiden zudem unter einem vergleichsweise schlechten Image. Da junge Fachkräfte verstärkt nach Perspektiven im Ausland suchen, müssen die Regierungen Reformen vornehmen, um die Abwanderung zu stoppen und insbesondere den Anforderungen internationaler Investoren an geeignete Fachleute gerecht zu werden.

Dieses Umdenken ist sowohl in Estland, Lettland als auch in Litauen zu spüren. Noch fehlt es aber weitgehend an anwendbaren Verfahren und Projekten. Diese Ausgangslage schafft hervorragende Perspektiven für die Implementierung dualer Ausbildungskonzepte nach deutschem Vorbild. 

Ziel des vorliegenden Projektes ist es somit, in Estland, Lettland und Litauen gezielt für das deutsche duale Berufsbildungssystem zu werben und aktiven Berufsbildungsexport zu betreiben. Vertreter estnischer, lettischer und litauischer Bildungsinstitutionen, Fachverbände und Sozialpartner sowie interessierte Unternehmen sollen über Möglichkeiten der Fachkräftegewinnung und -weiterentwicklung sowie praktische Erfahrungen in der beruflichen Bildung für sämtliche Unternehmen, insbesondere für KMU, informiert werden. 
Hierzu sollen die estnischen, lettischen und litauischen Multiplikatoren im Rahmen einer Informationsreise nach Potsdam und Berlin kommen. Sie treffen deutsche Experten  und erhalten direkten Einblick in deutsche Ausbildungsbetriebe und deren Partnerinstitutionen. Das Programm soll alle beteiligten Seiten wie IHKs, Arbeitsagenturen, Berufsschulen, private Ausbildungszentren, sowie deren Zusammenarbeit im Verbund beleuchten und verständlich machen. 

Unser Projektpartner und zugleich Gastgeber für die Informationsreise nach Deutschland ist hierbei die IHK Potsdam. Diese ist mit den für die Programmdurchführung vorgesehenen Institutionen, Berufsschulen und Unternehmen in ihrer Region durch ihre Berufsbildungsaktivitäten sehr eng vernetzt und in ständigem Kontakt. Gemeinsam mit der IHK Potsdam sollen so mehrere fachbezogenen Informations- und Präsentationsveranstaltung, sowohl von der IHK als auch von dem DIHK, als auch mehrere Unternehmens- und Objektbesichtigungen organisiert werden. 

Eine Übersicht zu weiteren Projekten des Markterschließungsprogramms für KMU kann unter www.ixpos.de/markterschliessung abgerufen werden.