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(BMWK) - Die Unterstützung deutscher KMU beim Marktauf- bzw. -ausbau im Bereich Leichtbau steht im Mittelpunkt der Leistungsschau, die die Deutsch-Französische Industrie- und Handelskammer (AHK Frankreich) im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) vom 10. bis 12. Oktober 2022 durchführen wird.

An der Schnittstelle zwischen den Industrien stellen Leichtbautechnologien in Kombination mit digitalen Anwendungen und 3D-Technologien die Zukunft der industriellen Fertigung dar. Als Schlüsseltechnologien umfassen Leichtbaulösungen Potenziale auf energetischer und wirtschaftlicher Ebene: die Verwendung fortschrittlicher Materialien und Prozesse für leichtere Strukturen reduzieren die Kosten und steigern die Energieeffizienz und Funktionalität von Produkten. 

Die Integration von Leichtbauwerkstoffen wie fortschrittlicher hochfester Stahl, Aluminium, Magnesium oder Kohlefaser ist Teil der Roadmap der französischen Regierung für die „Industrie der Zukunft“ und stellt das Segment mit dem höchsten Entwicklungspotenzial dar. Derzeit machen diese Werkstoffe bei konstantem Stahlanteil bis zu 20 % des Gesamtfahrzeuggewichts aus, und es wird bis 2025 erwartet, dass sie 60 % der neu auf den Markt gebrachten Fahrzeuge ausmachen werden. 

Frankreich hat sich das Ziel gesetzt bis 2050 klimaneutral zu werden. Leichtbautechnologien können einen bedeutenden Beitrag leisten, da eine Reduzierung des Energieverbrauchs vornehmlich durch die Verringerung des Gewichts von Fahrzeugen erreicht wird. In der Automobil- und Luftfahrtindustrie geht es zum Beispiel um die Entwicklung von leichten, leistungsstarken Thermoplasten, die Glas oder Metall ersetzen können. Der Kontext, in dem sich die Automobil- und Luftfahrtsektoren derzeit in Frankreich entwickeln, ist durch eine deutliche Weiterentwicklung der Umweltstandards und eine verstärkte ausländische Konkurrenz gekennzeichnet. Somit eröffnen sich auch Partnerschaftspotenziale für deutsche Start-ups und KMU im Bereich der Leichtbautechnologien, insbesondere diejenigen mit einem Fokus auf dem Mobilitätssektor. 

Das Exportförderprogramm bietet den teilnehmenden Unternehmen folgende Leistungen:

  • Bereitstellung wichtiger branchenspezifischer Informationen zu Frankreich sowie zusätzliche unternehmensspezifische Kompaktinformationen.
  • Workshop (u.a. umfassende Marktinformationen, Vorstellung der Marktstudie, Vertrieb Frankreich, interkulturelle Aspekte).
  • Leistungspräsentation der deutschen Teilnehmer vor einem gezielt ausgewählten Fachpublikum einschließlich einer Kooperationsplattform für Geschäftsgespräche. 
  • Diskussionsrunden mit Experten zu aktuellen deutsch-französischen Themen. 
  • Besuch und Diskussionen bei/mit wichtigen Marktplayern im Bereich Leichtbau.

Das Projekt ist Bestandteil des Markterschließungsprogramms für KMU und unterliegt den De-Minimis-Regelungen. Der Eigenanteil der Unternehmen für die Teilnahme an dem Projekt beträgt in Abhängigkeit der Größe des Unternehmens zwischen 500 und 1.000 EUR (netto).

Nähere Informationen zum Programm „Leichtbau, Schwerpunkt: Mobilität und Fertigung der Zukunft“, zu den Teilnahmebedingungen und zur Anmeldung können unter der Webseite der AHK Frankreich bzw. dem Projektflyer entnommen werden. 

Anmeldeschluss ist der 30. Juni 2022.

Eine Übersicht zu weiteren Projekten des Markterschließungsprogramms für KMU finden Sie unter www.ixpos.de/markterschliessung.



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