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(BMWK) - Vom 20. bis zum 23. Juni 2022 führt ITKAM – Italienische Handelskammer für Deutschland e.V. im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz eine Geschäftsanbahnung nach Italien durch. 

Es handelt sich dabei um eine projektbezogene Fördermaßnahme im Rahmen des Markterschließungsprogramms. Zielgruppe sind vorwiegend kleine und mittlere deutsche Unternehmen (KMU). Das Projekt richtet sich in erster Linie an deutsche Musikinstrumentenbauer, insbesondere von Streich- und Zupfinstrumenten. Geplante Ziele der Reise sind Mailand und Cremona.

Laut einer in 2021 von Dismamusica, dem führenden italienischen Musikbranchenverband, veröffentlichten Marktstudie, betrug der Gesamtwert der verkauften Musikinstrumente in Italien in 2020 375 Mio. EUR. Allerdings ist das Coronajahr 2020 an den Herstellern nicht spurlos vorübergegangen, sie verzeichneten einen Umsatzrückgang von 14 % im Vergleich zu 2019. Aber laut der Studie erwarteten 65 % der Produzenten in 2021 einen deutlichen Zuwachs, denn bereits im ersten Halbjahr 2021 wies die Branche ein Umsatzplus von 26,7 % auf.

In Italien gibt es 1056 Produzenten von Musikinstrumenten mit 2710 Mitarbeitern. Die Region mit der höchsten Spezialisierung des Handwerks bei der Herstellung von Musikinstrumenten ist die Region Marken, gefolgt von Friaul-Julisch-Venetien und der Lombardei. Neben den Herstellern erwirtschafteten die 818 Einzel- und Großhändler von Musikinstrumenten sowie Tonträgern mit ihren 1733 Mitarbeitern im Jahr 2020 einen Umsatz von knapp 300 Mio. EUR erzielen (davon ca. 60 Mio. EUR online). Auch dieser Bereich der Branche verzeichnete in 2020 -bedingt durch die Lockdownphasen- zwar Umsatzeinbußen von 15 % im Vergleich zu 2019. Aber die italienischen Einzel- und Großhändler geben sich ebenfalls optimistisch: über 50 % erwartete für 2021 eine deutliche Umsatzsteigerung. Die italienischen Großhändler im engeren Sinne kaufen fertige Musikinstrumente hauptsächlich von ausländischen Herstellern (ca. 73,8 % der Gesamtkäufe in 2019), dies bietet Chancen für deutsche Hersteller.

Die Geschäftsanbahnung bietet deutschen Musikinstrumentenbauern, die ihre Präsenz auf dem italienischen Markt weiter ausbauen möchten, neben einer intensiven Vorbereitung und Sondierung von Geschäftsmöglichkeiten eine gezielte Unterstützung beim Auf- und Ausbau von Geschäftsaktivitäten vor Ort. Die teilnehmenden Unternehmen können ihre Produkte im Rahmen einer Präsentationsveranstaltung in Italien interessierten Unternehmen und Verbänden präsentieren. Individuell vorbereitete Geschäftsgespräche mit potenziellen italienischen Geschäftspartnern bieten die Möglichkeit, Chancen für Kooperationen auszuloten und ggf. konkrete Geschäfte abzuschließen.

Das Projekt ist Bestandteil des Markterschließungsprogramms 2022 und unterliegt den De-Minimis-Regelungen. Der Eigenanteil der Unternehmen für die Teilnahme am Projekt beträgt in Abhängigkeit von der Größe des Unternehmens zwischen 500 und 1000 EUR (netto). Anmeldeschluss ist der 31.3.2022. Sollte die pandemiebedingt keine Durchführung vor Ort in Italien umsetzbar sein, wird das Projekt digital durchgeführt. Dann halbiert sich der Eigenanteil für die Teilnahme um die Hälfte. 

Weiterführende Informationen zur Geschäftsanbahnung finden Sie im Projektflyer

Eine Übersicht zu weiteren Projekten des Markterschließungsprogramms für KMU kann unter www.ixpos.de/markterschliessung abgerufen werden.



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