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(BMWK) - Vom 31.10.2022 bis zum 04.11.2022 führt die AHK Kanada in Zusammenarbeit mit SBS systems for business solutions, im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz, eine Geschäftsanbahnungsreise nach Kanada durch. . Es handelt sich dabei um eine projektbezogene Fördermaßnahme im Rahmen des Markterschließungsprogramms für KMU. Zielgruppe sind vorwiegend kleine und mittlere deutsche Unternehmen (KMU).

Kanada kann auf eine lange Geschichte im Bereich Photonik und Optik zurückblicken. Die wichtigen Entwicklungen, wie der erste Festkörperlaser-Entfernungsmesserfanden oder der optische Interferenzfilter Faser-Bragg-Gitter, fanden schon in den 1960er/1970er Jahren statt. Während des "Telekommunikationsbooms" in den 1990er Jahren deckten kanadische Unternehmen wie Nortel und JDS Uniphase 41% der weltweiten Nachfrage nach optischen Telekommunikationskomponenten. 

Die kanadische Photonik- und Optikbranche zählt ca. 400 Unternehmen und besteht in erster Linie aus kleinen und mittleren sowie neugegründeten Unternehmen mit einem Umsatz von CAD  1-10 Mio. und bis zu 50 Beschäftigten. 80% der Unternehmen haben ihren Sitz in den Provinzen Ontario und Quebec, 11% in Alberta und 6% in British Columbia. Die Industrie umfasst die gesamte Wertschöpfungskette, von Entwicklern und Komponentenherstellern, z.B. für Laser und Faseroptik, bis hin zu kompletten Photonik basierten Instrumenten, wie z.B. Faserlaser, Sensoren, Kameras, Projektoren und Rastermikroskope. Im Jahr 2016 erwirtschaftete die Industrie CAD 5,9 Mrd. und wies eine durchschnittliche Wachstumsrate von 10% auf. Zwischen 2015 und 2019 hat Kanada im Durchschnitt doppelt so viele Produkte oder Teile importiert, wie es exportiert hat. Vor kurzem hat die föderale Regierung angekündigt, mehr als CAD 57 Mio. für die Optik- und Photonikforschung bereitzustellen. 

Die kanadische Industrie für Photonik und Optik ist geprägt von einer reichen Unternehmens- und Forschungslandschaft sowie Clusterorganisationen, die insbesondere in den beiden Provinzen Quebec und Ontario angesiedelt sind. In Quebec trägt sie mit CAD 3 Mrd. zum kanadischen BIP bei. Mit über 220 Unternehmen und 22.000 Arbeitsplätzen ist die Branche ein wichtiger Motor für die Wirtschaft der Provinz. In Ontario stehen Telekommunikationsanwendungen im Mittelpunkt des Interesses der Photonik und optischen Industrie. Es finden sich dort aber auch viele Photonikunternehmen, die in anderen Bereichen und Anwenderindustrien, wie z.B. der Automobilbranche, der Luft- und Raumfahrt oder in der Medizintechnikbranche tätig sind.

Diese Voraussetzungen machen die kanadischen Provinzen Quebec und Ontario zu einem lohnenswerten Ziel für eine Geschäftsanbahnungsreise im Bereich Photonik und Optik. Absatzmöglichkeiten bieten sich für Lösungen und Dienstleistungen deutscher Unternehmen zum einen in den großen Anwenderindustrien, d.h. der Automobil, Luft- und Raumfahrt- sowie Medizintechnikbranche. Darüber hinaus werden die Produkte der Photonik und Optik in vielen weiteren Industrien benötigt, die in Kanada vertreten sind.  Ebenfalls sehen die lokalen Verbände und Clusterorganisationen Optonique und das Canadian Photonic Industry Consortium aus dem Bereich Photonik und Optik einem Austausch bezüglich der aktuellen Trends und Herausforderungen der Branche mit deutschen Unternehmen entgegen.  

Vor diesem Hintergrund bietet die AHK Kanada gemeinsam mit ihren Partnern deutschen Unternehmen aus dem Bereich Photonik und Optische Industrie eine Geschäftsanbahnung in die Provinzen Quebec und Ontario an. Vor Ort können teilnehmende Unternehmen persönliche Kontakte knüpfen, mit kanadischen Unternehmen relevanter Industrien individuell vereinbarte Geschäftstermine wahrnehmen, neue Produkte und Lösungen begutachten und Möglichkeiten der Zusammenarbeit entwickeln. Neben bilateralen Gesprächen und Unternehmensbesuchen organisiert die AHK Kanada eine Konferenz, bei der die teilnehmenden Unternehmen die Gelegenheit haben, sich vor einem Fachpublikum zu präsentieren, sowie Networking-Events.

Das Projekt ist Bestandteil des Markterschließungsprogramms für KMU und unterliegt den De-Minimis-Regelungen. Der Eigenanteil der Unternehmen für die Teilnahme am Projekt beträgt in Abhängigkeit der Größe des Unternehmens zwischen 500 und 1.000 EUR (netto). 

Weitere Informationen finden Sie im Infoletter

Eine Übersicht zu weiteren Projekten des Markterschließungsprogramms für KMU finden Sie unter www.ixpos.de/markterschliessung.