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(BMWK) - Die AHK Vietnam führt in Zusammenarbeit mit enviacon international eine Geschäftsanbahnungsreise mit dem Schwerpunkt „Holzverarbeitung und Möbelproduktion“ in Vietnam durch.

Die Holzverarbeitungsindustrie entwickelt sich neben Elektronik und Textil zum dritten Standbein der weiterverarbeitenden Exportwirtschaft Vietnams. 2020 avancierte Vietnam zum fünftgrößte Möbelexporteur der Welt, die zu einem Großteil aus Holz hergestellt werden. In den letzten zehn Jahren hat sich der Holzmöbelexport Vietnams stark entwickelt. Das Ausfuhrwachstum der Industrie wurde jährlich um etwa 15 bis 18% von 3,44 Mrd. USD im Jahr 2021 gesteigert, was einem starken Anstieg von 19,6% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Branche schaut zuversichtlich in die Zukunft und peilt bis zum Jahr 2025 Exporte im Wert von 20 Mrd. USD an.

Die COVID-19-Pandemie brach aus und hatte starke Auswirkungen auf eine Reihe von Warenlieferketten auf dem Weltmarkt, darunter Vietnams Holzverarbeitungsindustrie. Trotz der komplizierten Situation der Pandemie ist Vietnams Holzverarbeitungsindustrie jedoch immer noch sehr positiv.

In Zukunft könnte Vietnam zum größten Möbelexporteur der Welt aufsteigen. Im Land wird der gesamte Verarbeitungsprozess vom Abholzen, über den Schnitt bis hin zur Endverarbeitung dargestellt. Vietnamesische Veredler dringen inzwischen auch in höherwertige Möbelproduktion, wie im Bereich der Polstermöbel, vor. Gerade lokale Unternehmen sehen sich einem wachsenden Innovationsdruck ausgesetzt. Steigende Löhne machen Produktivitätssteigerungen erforderlich, und höhere Ansprüche der in- und ausländischen Kunden erfordern Investitionen in die technologische Ausstattung der Betriebe.

Die Möglichkeiten für ein Engagement am vietnamesischen Markt für deutsche Unternehmen in der Holzverarbeitung- und Möbelproduktionbranche sind vielfältig. Deutsche Unternehmen haben durch ihren guten Ruf, besonders in Bezug auf qualitativ hochwertige Produkte gute Chancen, ihren Marktanteil innerhalb des nach wie vor wachsenden Marktes auszubauen.

Die Reise wird im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) von der AHK Vietnam durchgeführt. Die geförderte Geschäftsanbahnung ist ein Projekt des Markterschließungsprogramms für KMU. Ziel des Projekts ist es, besonders kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bei ihrem außenwirtschaftlichen Engagement zur Erschließung des Absatzmarktes Vietnam zu unterstützen. Der Eigenanteil zur Teilnahme beträgt je nach Unternehmensgröße zwischen 500 und 1.000 Euro netto zzgl. individueller Reise-, Unterbringungs- und Verpflegungskosten.

Anmeldeschluss ist der 25.07.2022. 

Weitere Informationen zu der Veranstaltung und zur Anmeldung gibt es unter www.enviacon.com/gab-vietnam bzw. im Projektflyer

Eine Übersicht zu weiteren Projekten des Markterschließungsprogramms für KMU kann unter www.ixpos.de/markterschliessung abgerufen werden.