(BMWK) - Im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz organisiert die Deutsche Industrie- und Handelskammer in Japan (AHK Japan) in Zusammenarbeit mit der DREBERIS GmbH eine digitale Geschäftsanbahnungsreise im Bereich medizinische Biotechnologie nach Japan. Die aktuelle Situation und die Auswirkungen der globalen Corona-Krise lassen eine physische Durchführung vor Ort nicht zu. 

Es handelt sich dabei um eine projektbezogene Fördermaßnahme. Sie ist Bestandteil der Exportinitiative Gesundheitswirtschaft und wird im Rahmen des Markterschließungsprogramms für KMU durchgeführt. Zielgruppe sind vorwiegend kleine und mittlere deutsche Unternehmen (KMU).

Japan ist eine hochentwickelte Volkswirtschaft mit starker Industrie- und Forschungsbasis und gehört zu den weltweit führenden Nationen im Bereich der medizinischen Biotechnologie. Die Wirtschaftsstruktur hat sich in den letzten zehn Jahren nicht wesentlich verändert. Der Dienstleistungssektor macht weiterhin mehr als 70 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) aus und das verarbeitende Gewerbe hat sich mit seinen wichtigsten Pfeilern Transportausrüstung, Chemie, Elektronik, Stahl sowie Maschinenbau stabil entwickelt. Durch eine enge Verzahnung von Forschung und Industrie plant die japanische Regierung die notwendigen Lösungen hervorzubringen, um diese Industriezweige wettbewerbsfähig zu halten. Im Dienstleistungsbereich hat Japan bereits einen hohen Entwicklungsstand erreicht, den es ebenfalls durch neue Technologien weiterentwickeln möchte.

Eine große Herausforderung für das Land ist der abnehmende Erwerbskräftebestand und eine gleichzeitig schnell alternde Bevölkerung. Das Konzept der "Society 5.0", welches in Japan verfolgt wird, soll über wirtschaftliche Ansätze hinaus gesellschaftspolitische Antworten auf Veränderungen wie Digitalisierung, demografischen Wandel sowie Globalisierung geben.

Die Pharmaindustrie gehört zu den Branchen des Landes, die von der Covid-19-Pandemie kaum negativ beeinträchtigt wurden. Japan hat den drittgrößten Pharmamarkt der Welt und infolge der alternden Bevölkerung des Landes nimmt auch das Bewusstsein für die Gesundheitsfürsorge in der Gesellschaft stetig zu. Von den über 350 Pharmaunternehmen des Landes befinden sich neun unter den 50 umsatzstärksten Pharmaunternehmen der Welt. Für deutsche Unternehmen bietet sich eine Zusammenarbeit mit lokalen Pharmaunternehmen unter anderem im Bereich der Forschung und Entwicklung oder dem Vertrieb neuer Produkte an. Neben der Kooperation mit lokalen Pharmaunternehmen sind auch innovative und erprobte Lösungen für die Pharmaindustrie gefragt, welche in Zusammenarbeit mit japanischen Vertriebspartnern auf den Markt gebracht werden können. 

Das Potential des japanischen Marktes ist unumstritten, doch stellt der Markteintritt weiterhin eine Herausforderung dar. Die japanische Regierung hat zuletzt das Gesundheitswesen als Wachstumsbranche positioniert, wodurch auch internationale Kooperationen in der Branche stärker gefördert werden sollen. Genehmigungsverfahren für innovative Arzneimittel und Biopharmazeutika werden dadurch erleichtert und durch ein Prämienmodell werden Anreize zu vermehrter internationaler Forschung geschaffen.

Die digitale Geschäftsanbahnung ist ideal geeignet, um mit denkbar geringem Aufwand einen ersten Einblick in das Potential und die Möglichkeiten auf dem japanischen Markt zu erhalten. Das Programm startet mit einem digitalen Länderbriefing. Darin werden Vertreter der Botschaft, der AHK, der GTAI sowie Branchenexperten einen Überblick über die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung Japans geben und die teilnehmenden Unternehmensvertreter werden in Bezug auf kulturelle Besonderheiten der weiteren Programmpunkte vorbereitet. An den zwei t konsekutiven Tagen findet jeweils eine digitale Präsentationsveranstaltung für einen Teil der Gruppe vor einem ausgewählten japanischen Fachpublikum statt. Diese bieten eine Gelegenheit für das deutsche Teilnehmerfeld ihre Produkte und Lösungen in kurzen Vorträgen einem interessierten Zielpublikum zu präsentieren. In den darauffolgenden Tagen finden individuell organisierte Geschäfts- und Kooperationsgespräche zwischen den Teilnehmenden und japanischen Branchenvertretern statt. Abgerundet wird die Veranstaltung durch digitale Unternehmenspräsentationen japanischer Unternehmen und einer gemeinsamen Feedbackrunde.

Das Projekt ist Bestandteil des Markterschließungsprogramms für KMU und unterliegt den De-Minimis-Regelungen. Der Eigenanteil der Unternehmen für die Teilnahme an dem digitalen Projekt beträgt in Abhängigkeit der Größe des Unternehmens zwischen 250 und 500 EUR (netto).

Sollten Sie Interesse an einer Teilnahme an der digitalen Delegationsreise haben, wenden Sie sich bitte an DREBERIS oder die AHK Japan. Anmeldeschluss für die Reise ist der 25.03.2022. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, daher wird um eine frühzeitige Anmeldung gebeten.

Bitte melden Sie sich über das Anmeldeformular der DREBERIS Homepage für die Reise an.

Weitere Informationen zu der Veranstaltung finden Sie im Projektflyer

Eine Übersicht zu weiteren Projekten des Markterschließungsprogramms für KMU kann unter www.ixpos.de/markterschliessung abgerufen werden.