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(BMWK) - Vom 26.09.2022 bis zum 30.09.2022 führt die AHK Philippinen in Kooperation mit Bondacon International und im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz, eine Geschäftsanbahnungsreise auf die Philippinen durch. 

Es handelt sich dabei um eine projektbezogene Fördermaßnahme. Sie ist Bestandteil der Exportinitiative Umwelttechnologien und wird im Rahmen des Markterschließungsprogramms für KMU durchgeführt. Zielgruppe sind vorwiegend kleine und mittlere deutsche Unternehmen (KMU), die durch einen gezielten Auf- bzw. Ausbau von Geschäftskontakten bei der Erschließung des philippinischen Absatzmarktes unterstützt werden. Fachpartner des Projektes sind die Deutsche Gesellschaft für Abfallwirtschaft e.V., der Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V., German RETech Partnership,  der Ostasiatische Verein (OAV) und der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA) (Fachverband Abfall- und Recyclingtechnik).

Das Bevölkerungswachstum, ansteigender Konsum und das im Schnitt 6-prozentige Wirtschaftswachstum der letzten Jahre führen dazu, dass die Abfallproduktion der Philippinen stark zunimmt. 2020 fielen etwa 16,6 Millionen Tonnen feste Abfälle an. Bis 2030 werden zusätzlich schätzungsweise jährlich fünf Kilogramm fester Abfall pro Kopf anfallen, was voraussichtlich zu einem jährlichen Anstieg des Aufkommens an festen Abfällen um 20,51 Millionen Tonnen führen wird.

Im Jahr 2019 wurden auf den Philippinen etwa 28 % der wichtigsten Kunststoffharze recycelt, während 78 % des Materialwerts von Kunststoffen, (entspricht 790-900 Millionen US-Dollar pro Jahr), wirtschaftlich verloren gingen. Um die Herausforderungen der Abfallwirtschaft zu bewältigen und das Abfallmanagement-Gesetz von 2000 (Republic Act No. 9003) durchzusetzen, entwickelt die philippinische Regierung neue Strategien und bemüht sich um die Beteiligung des Privatsektors. 2019 wurde mit Unterstützung der Asiatischen Entwicklungsbank der philippinische Aktionsplan für nachhaltigen Konsum und nachhaltige Produktion zur Verbesserung der Abfallwirtschaft und Kreislaufwirtschaft für Kunststoffe veröffentlicht. Außerdem prüft die Regierung den Aufbau von 300 neuen Mülldeponien im ganzen Land durch öffentlich-private Partnerschaften. 

Im Vorfeld der Reise erhalten die Teilnehmenden spezifische Kompaktinformationen zur Branchen- und Marktsituation, sowie zu rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen und Einfuhrbestimmungen. Auf den Philippinen können teilnehmende Unternehmen ihre Produkte einem ausgewählten Fachpublikum präsentieren. Individuell vereinbarte Geschäftstermine mit philippinischen Geschäftspartnern und hochrangigen Vertretern von Fachverbänden sowie Firmenbesuche schaffen die Grundlage für neue Kooperationen und ermöglichen zukünftige Auftragsakquisitionen.

Das Projekt ist Bestandteil des Markterschließungsprogramms für KMU des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz und unterliegt den De-Minimis-Regelungen. Der Eigenanteil der Unternehmen für die Teilnahme am Projekt beträgt in Abhängigkeit der Größe des Unternehmens zwischen 500 und 1.000 EUR (netto).

Anmeldeschluss ist Freitag, der 29. April 2022.

Die Teilnehmerzahl ist auf maximal 12 Unternehmen beschränkt. Die Berücksichtigung der Anmeldung erfolgt in der Reihenfolge des Eingangs, KMU haben Vorrang vor Großunternehmen.

Weitere Informationen finden Sie im Projektflyer

Unter www.ixpos.de/markterschliessung ist eine Übersicht zu weiteren Projekten des BMWi-Markterschließungsprogramms.