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(BMWK) - Vom 26. -30. September 2022 führt die deutsche Industrie- und Handelskammer für das Südliche Afrika (AHK Südliches Afrika) in Zusammenarbeit mit enviacon international im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK), eine Geschäftsanbahnungsreise nach Madagaskar und Mauritius durch. 

Es handelt sich dabei um eine projektbezogene Fördermaßnahme, welche im Rahmen des Markterschließungsprogramms durchgeführt wird. Zielgruppe sind vorwiegend kleine und mittlere deutsche Unternehmen (KMU).

Um zu verhindern, dass die reiche biologische Vielfalt in Madagaskar weiterhin durch Abholzung, Raubbau und Tierhandel bedroht wird, müssen unbedingt Maßnahmen für einen nachhaltigen Tourismus eingeführt werden, um eine nachhaltige Entwicklung zu gewährleisten. Die Trinkwasserversorgung und die Abwasserentsorgung sind in Madagaskar ein zentrales Thema. Die zugrundeliegenden Probleme im Wassersektor sind auf die schlechte politische Struktur und das geringe Wirtschaftswachstum zurückzuführen. Die internationale Entwicklungshilfe ist derzeit der wichtigste Akteur bei der Verbesserung der Bedingungen, so dass sich für deutsche Unternehmen im Wassersektor gute Marktchancen ergeben. In Madagaskar gehören der Ausbau der Stromerzeugung und die Verbesserung des Zugangs zu Elektrizität, insbesondere durch erneuerbare Energien, zu den strategischen Zielen der Regierung.

Die Auswirkungen der Tourismusindustrie auf Mauritius sind spürbar. Der Inselstaat ist von zahlreichen Umweltproblemen bedroht, darunter Wasserverschmutzung, Bodenerosion und Bedrohung der Tierwelt. In der Hoffnung, die negativen Auswirkungen zu bekämpfen, hat die Regierung den Mauritius Environment Outlook Report erstellt und veröffentlicht. Darin wird die Bedeutung von Umweltfragen anerkannt und festgestellt, dass sie untrennbar mit dem Streben nach einer nachhaltigen Entwicklung des Landes verbunden sind. Die Nachhaltigkeit rückt damit in den Fokus des Sektors. Die ersten Unternehmen haben sich zertifizieren lassen, und die Tourismusbehörde fördert eine nachhaltige Ausrichtung.
Chancen für deutsche Unternehmen gibt es in Bereichen wie Nachhaltige Tourismuslösungen, Energie, Unterkunft, Logistik und Ausbildung

Um als deutsches Unternehmen erfolgreich in den Märkten von Madagaskar und Mauritius aktiv zu sein, spielt insbesondere ein gutes Netzwerk an Kontakten eine zentrale Rolle. Es ist daher wichtig, in diesen Märkten ein Netzwerk persönlicher Kontakte zu möglichen Kooperationspartner, Importeuren und Distributoren aufzubauen. Dies soll durch die Reise und dem geplanten Programm gefördert werden. 

Im Vorfeld der Reise erhalten alle Teilnehmenden spezifische Informationen in Form einer Zielmarktanalyse zur Branchen- und Marktsituation, zu rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen. In Madagaskar und Mauritius werden sie Ihr Unternehmen und Ihr Angebot einem ausgewählten Fachpublikum präsentieren. Mit potentiellen Geschäfts- und Vertriebspartnern finden vereinbarte Geschäftstermine statt. Damit wird die Grundlage geschaffen für neue Kooperationen und zukünftige Auftragsakquisitionen. Das Angebot richtet sich vorwiegend an kleine und mittlere deutsche Unternehmen, Selbständige der gewerblichen Wirtschaft sowie fachbezogene Freie Berufe und wirtschaftsnahe Dienstleistende.

Die Reise nach Mauritius wird in Präsensformat stattfinden. Der madagassische Teil der Reise wird virtuell durchgeführt.

Das Projekt ist Bestandteil des Markterschließungsprogramms für KMU und unterliegt den De-Minimis-Regelungen. Der Eigenanteil der Unternehmen für die Teilnahme am Projekt beträgt in Abhängigkeit der Größe des Unternehmens zwischen 500 und 1.000 EUR (netto).

Anmeldeschluss ist der 09. Juni 2022.

Weitere Informationen unter https://www.enviacon.com/gab-madagaskar-mauritius bzw. im Projektflyer

Eine Übersicht zu weiteren Projekten des Markterschließungsprogramms für KMU finden Sie unter www.ixpos.de/markterschliessung.



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