Service navi

(BMWi) - Im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWi) organisiert German Water Partnership e.V. (GWP) in Zusammenarbeit mit der Delegation der Deutschen Wirtschaft für Zentralasien (AHK Zentralasien) eine Informationsreise zum Thema Wasser- und Abwasserwirtschaft nach München/Bayern. 

Es handelt sich dabei um eine projektbezogene Fördermaßnahme des BMWi-Markterschließungsprogramms im Rahmen der Exportinitiative Umwelttechnologien. Zielgruppe sind vorwiegend kleine und mittlere deutsche Unternehmen (KMU). Während der Informationsreise verschaffen sich die usbekischen Delegationsteilnehmenden aus Wirtschaft, Forschung und Politik einen Überblick über den Status Quo und Innovationen auf dem Gebiet der Wasser- und Abwasserwirtschaft in Deutschland. Auf der Auftaktveranstaltung am 30. Mai 2022 haben deutsche Unternehmen die Gelegenheit ihre innovativen Lösungen vorzustellen und mit der Delegation ins Gespräch zu kommen. Anschließend sowie an den Folgetagen stehen Besichtigungen von Referenzanlagen sowie Besuche bei Unternehmen in München und Umgebung auf dem Programm. 

Usbekistan ist mit einer Bevölkerung von 35 Mio. Menschen das bevölkerungsreichste Land Zentralasiens und verfügt mit derzeit 19 Mio. Personen im arbeitsfähigen Alter über die größte Erwerbsbevölkerung der Region. Die bewässerte Landfläche der Republik beträgt 4,3 Mio. Hektar, im Durchschnitt werden 90-91 % aller Wasserressourcen für die Landwirtschaft genutzt. Die Wasserreserven sind allerdings rückläufig und das Wasserdefizit wird bis zum Jahr 2030 auf bis zu 7 Mrd. m³ anwachsen. Auch aufgrund der Folgen des Klimawandels sank die Wasserverfügbarkeit pro Kopf in den letzten 15 Jahren bereits von 3.048 m³ auf 1.589 m³. Gleichzeitig wird der Wasserbedarf der wachsenden Bevölkerung bis 2030 um 18 - 20 % steigen. 

Usbekistan begegnet diesen Entwicklungen mit groß angelegten Modernisierungsprogrammen: Das Investitionsprogramm für die Trinkwasserversorgung in Städten sieht bis 2025 die Erneuerung und den Bau von 3.500 km Wasserleitungen und zahlreichen Wasseraufbereitungsanlagen sowie den Ausbau von Verteilernetzen im Umfang von 1 Mrd. US-Dollar vor. Weitere ca. 3 Mrd. US-Dollar werden zur Verbesserung der Trinkwasserversorgung in Landkreiszentren und Siedlungen bereitgestellt. Auf Abwasserseite waren bis 2020 nur 15 % der 34 Mio. Usbekinnen und Usbeken an das öffentliche Kanalnetz angeschlossen. Ein Viertel des Kanalnetzes ist dringend sanierungsbedürftig. Das Programm für die Abwasserentsorgung sieht bis 2025 Investitionen in einem Volumen von 2,7 Mrd. US-Dollar, u.a. in die Modernisierung und den Ausbau des Kanalnetzes, vor. Bis 2025 sollen dann 87% der Stadtbevölkerung an die öffentliche Abwasserentsorgung angeschlossen sein. 

Neben der Trinkwasserversorgung stellt die Abwasserentsorgung ein interessantes Geschäftsfeld für deutsche Unternehmen dar: Für die Modernisierung von Anlagen und die Einführung wassersparender Technologien sind Lösungen und Know-How „made in Germany“ sehr gefragt. 

Die Teilnahme an diesem Programm ist für ausländische und deutsche Unternehmen kostenfrei. 

Weitere Informationen und Anmeldung finden Sie im Projektflyer

Unter www.ixpos.de/markterschliessung ist eine Übersicht zu weiteren Projekten des BMWi-Markterschließungsprogramms.


Weitere Meldungen

Suche IXPOS-News

Kleine und mittelständische Unternehmen erhalten bei ihrer Teilnahme als Aussteller auf deutschen internationalen Messen finanzielle Unterstützung.

Mehr lesen

Der Leitfaden „Industriewassermanagement“ zeigt, wie Wasser in Industrieprozessen nachhaltig und effizient genutzt werden kann.

Mehr lesen