(BMWK) - Vom 16. bis zum 20. Mai 2022 führt die econAN international GmbH, im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK), eine Leistungsschau im Baltikum durch. 

Es handelt sich dabei um eine projektbezogene Fördermaßnahme. Sie ist Bestandteil der Exportinitiative Zivile Sicherheitstechnologien und -dienstleistungen und wird im Rahmen des Markterschließungsprogramms für KMU durchgeführt. Zielgruppe sind vorwiegend kleine und mittlere deutsche Unternehmen (KMU).

Die Leistungsschau wird als physische Reise geplant. Sollten die globale Corona-Situation und die damit verbundenen Reiserestriktionen eine physische Durchführung nicht erlauben, wird die Leistungsschau in einem digitalen Format durchgeführt. Die finale Entscheidung dazu wird spätestens Anfang März 2022 getroffen. 

Die Leistungsschau richtet sich an deutsche Unternehmen, die Produkte aus den Bereichen der zivilen Sicherheitstechnologien anbieten – von Gebäudeschutz über die Sicherung kritischer Infrastruktur bis hin zur Informationssicherheit und Cyber-Security. Sie erhalten die Möglichkeit, bei einem Fachsymposium im Baltikum dem ausländischen Fachpublikum bestehend aus Vertretern der Wirtschaft, Verbänden, Verwaltung und Presse Ihre Produkte, Dienstleistungen, mögliche Kooperationsfelder und Beispiele für Problemlösungen vorzustellen. Vorbereitete Geschäftsgespräche zwischen deutschen und ausländischen Teilnehmenden sowie Kontakte zu wichtigen Akteuren sind Bestandteil der Veranstaltung. In Vorbereitung auf die Leistungsschau erhalten die Projektteilnehmenden eine Zielmarktanalyse, die auf die relevante Branche, deren Marktentwicklung, Vertriebsinformationen sowie die rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen auf dem baltischen Markt eingeht. Objekt- und Referenzbesuche runden das Programm ab. 

Die baltischen Staaten verfügen über stabile, attraktive Rahmenbedingungen. Überall gelten EU-Standards und -Normen und es herrscht eine offene Geschäftskultur. Im Ease of Doing Business Ranking liegen die Länder auf den Rängen 11 (Litauen), 18 (Estland) bzw. 19 (Lettland). Die Bruttoinlandsprodukte (BIP) der drei Volkswirtschaften verzeichnen beeindruckende Wachstumsraten. Für das Jahr 2022 wird für Litauen ein Wirtschaftswachstum von 3,6 Prozent prognostiziert, für Estland von 3,7 Prozent und für Lettland von 5 Prozent. Alle drei Länder sind Vorreiter der digitalen Transformation. Sie haben sich mit den schnellsten Internetverbindungen in Europa und einer umfassenden Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung einen Namen gemacht. Die geographische Lage bietet darüber hinaus eine ideale Verbindung in die Märkte Skandinaviens und Russlands. 

Das Marktpotential der drei baltischen Staaten im Bereich der zivilen Sicherheitstechnologien und -dienstleistungen ist breit. Nicht nur die Pandemie und der damit verbundene Bedarf an zivilen Sicherheits- und Hygienetechnologien spielen dabei eine Rolle. Es ergeben sich auch Chancen im Bereich der Zulieferung für die umfangreichen neuen Infrastrukturmaßnahmen sowie der Sicherung von Häfen und Flughäfen. Bedingt durch die exponierte geografische Lage zwischen Ostsee und Russland und die damit verbundenen wirtschaftspolitischen Implikationen beeinflusst dies auch im Rahmen des Grenzschutzes andere Sektoren wie Industrie, Tourismus, maritime Wirtschaft etc. Nicht zuletzt besteht durch den hohen Grad der Digitalisierung in den drei Staaten im öffentlichen und privaten Sektor große Nachfrage im Bereich der IT-Sicherheit. 

Die Infrastrukturinvestitionen eröffnen Marktchancen in den Bereichen Schutzlösungen für Seehäfen, Flughäfen, Grenzübergänge, Gebäudesicherheit, Evakuierungssysteme, sowie Brand- und Katastrophenschutz.

Durch den Anstieg des Meeresspiegels und extreme Wetterereignisse wie Stürme drohen im Baltikum Gefahren und wirtschaftliche Verluste. Es besteht daher auch Bedarf an Warnsystemen und Lösungen z.B. zur Prävention von Überschwemmungen, der Erosion von Sandstränden und der Zerstörung von Hafenanlagen.   

Wer sollte teilnehmen
Das Programm richtet sich insbesondere an KMU, Selbstständige der gewerblichen Wirtschaft sowie fachbezogene Freie Berufe und wirtschaftsnahe Dienstleistungsunternehmen mit Geschäftsbetrieb in Deutschland und entsprechenden Branchenschwerpunkten. Bei der Vergabe der Teilnehmerplätze wird daher kleinen und mittleren Unternehmen Vorrang gegenüber Großunternehmen eingeräumt.

Weitere Hinweise
Der Eigenanteil der Unternehmen für die Teilnahme am Projekt beträgt in Abhängigkeit der Größe des Unternehmens zwischen 500 und 1.000 EUR (netto). Sollten die Auswirkungen der globalen Corona-Pandemie eine physische Durchführung vor Ort nicht zulassen, kann das Projekt, in Abstimmung mit den Teilnehmern, auf ein digitales Format umgestellt werden. Die Eigenanteile der Unternehmen werden in diesem Fall um die Hälfte reduziert. Das Projekt unterliegt den De-Minimis-Regelungen. 

Eine verbindliche Anmeldung ist bis zum 28. Februar 2022 möglich.

Weiterführende Informationen zur Geschäftsanbahnung finden Sie im Projektflyer

Eine Übersicht zu weiteren Projekten des Markterschließungsprogramms für KMU kann unter www.ixpos.de/markterschliessung abgerufen werden.



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