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Seminar
Termin: 05.04.2022
Ort: Ludwigshafen, Deutschland
Veranstalter: IHK für die Pfalz (Ludwigshafen)

Der Zollwert ist die Berechnungsgrundlage für Zollabgaben bei der Einfuhr von Waren in die EU. Nicht selten kommt es dabei zur Anmeldung zu hoher Zollwerte, weil Abzugsbeträge (z. B. Beförderungskosten in der Union, Montagekosten oder Einkaufsprovisionen), Rabatte und Skonti nicht geltend gemacht oder Erstattungsansprüche bei schadhaften Waren und Verlusten nicht wahrgenommen werden.

Bei Zollprüfungen wird häufig festgestellt, dass Zollwerte auch fehlerhaft ermittelt wurden, weil der Wert von Vorleistungen des Einführers (wie z. B. Werkzeug und Entwicklungskosten), die zur Produktion der Einfuhrwaren benötigt werden, nicht oder nicht richtig berücksichtigt wurde. Gleiches gilt für weiteren Kosten, die beim Einführer anfallen und im Zusammenhang mit der Herstellung und Lieferung der Waren stehen, wie z. B. Qualitätskontroll- und Analysekosten, Werbekosten, Beförderungs- und Versicherungskosten oder Lizenzgebühren.

Bei Streckengeschäften erschließt sich oft nicht, welches das für die Zollanmeldung wesentliche Kaufgeschäft ist und wie hier der Zollwert berechnet wird. Ebenso stellt sich die Frage, wie der Zollwert bestimmt wird, wenn der Einfuhr der Waren kein Kauf zugrunde liegt. Hierzu zählen vor allem Entwicklungsmuster, Prototypen, Verkaufsmuster und zur Reparatur eingeführte, sowie kostenlos gelieferte Waren.

Im Seminar lernen Sie den Zollwert in Fällen wie den oben genannten korrekt zu ermitteln und dadurch Beanstandungen bei Zollprüfungen sowie die Einleitung von Bußgeld- und Strafverfahren zu vermeiden. Außerdem erfahren Sie, wie Verträge aus zollwertrechtlicher Sicht optimal zu gestalten sind und wie Sie die zur Zollwertbestimmung notwendigen Informationen aus anderen Unternehmensbereichen erkennen. Durch fundiertes Wissen rund um den Zollwert können Sie die Erhebung zu hoher Zollabgaben vermeiden.

Dieser Artikel ist relevant für:

Zoll und Einfuhr