Service navi

Seminar
Termin: 19.05.2022
Ort: Ludwigshafen, Deutschland
Veranstalter: IHK für die Pfalz (Ludwigshafen)

Deutschland gehört zu den Exportweltmeistern. Das Auslandsgeschäft ist für die meisten Unternehmen existenzsichernd und bietet enorme Chancen, birgt aber auch Risiken und Fallstricke. Gerade der deutsche Mittelstand gründet im Ausland oft nicht gleich eine eigene Vertriebsniederlassung, sondern wählt aus Gründen der Kosten- und Risikominimierung oftmals den Weg über einen Vertriebspartner vor Ort, der den Zielmarkt gut kennt. Für den Auslandsvertrieb kommt die Zusammenarbeit mit einem Händler, einem Handelsvertreter oder auch einem eigenen Außendienstmitarbeiter in Frage. Das frühzeitige Erkennen von Risiken und die damit zusammenhängende Gestaltung der Verträge mit den Vertriebspartnern, aber auch der Exportverträge mit den Endkunden ist entscheidend und hilft Fehler und teure Abenteuer vermeiden. Denn Fahrlässigkeit bei der Vertragsgestaltung, oder gar das komplette Fehlen schriftlicher Verträge kann spätestens bei der Beendigung der Zusammenarbeit mit Vertriebspartnern zu kostspieligen Konsequenzen in Form von Abfindungs- oder Schadensersatzzahlungen führen. Zwingende rechtliche Rahmenbedingungen im Land des Vertriebspartners sind daher geschickt mit vertraglichen Gestaltungsmöglichkeiten zu kombinieren.

Im Verhältnis zum Endkunden spielt das nahezu weltweit geltende UN-Kaufrecht eine herausragende Rolle. Wichtig sind zudem die wirksame Vereinbarung eines Eigentumsvorbehalts und die Einbeziehung von Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Bei diesen Aspekten gilt es im Auslandsgeschäft Besonderheiten zu beachten. Nicht außer Acht lassen darf der Exporteur auch das jeweils anwendbare nationale Recht sowie das im Streitfall zuständige Gericht, das bei fehlender Vereinbarung in der Regel im Ausland liegt. Diese und weitere Themen rund um die rechtlichen Grundlagen für Exportverträge und AGB im Auslandsgeschäft werden behandelt.

Dieser Artikel ist relevant für:

Recht und Verträge