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Seminar
Termin: 15.02.2022
Ort: Ludwigshafen, Deutschland
Veranstalter: IHK für die Pfalz (Ludwigshafen)

Das Ausfuhrverfahren ist eines der am häufigsten genutzten Zollverfahren. Trotzdem sind die Formalvorschriften sehr streng und Fehler bei der Anmeldung können zu unerwünschten Verzögerungen bei der Auslieferung bis hin zu einer Zurückweisung der Ware an der Grenzzollstelle führen.
Der Gesetzgeber bietet unterschiedliche Anmeldeverfahren an, die den individuellen Bedürfnissen der Ausführer Rechnung tragen. Neben der Ausfuhr mit Standardanmeldung, die immer eine zollamtliche Freigabe durch den Abfertigungsbeamten erfordert, steht die vereinfachte Ausfuhranmeldung (SDE), früher als zugelassener Ausführer bezeichnet.

Mit dieser Art der Ausfuhranmeldung kann die Freigabe zum Export automatisiert und ohne Mitwirkung eines Abfertigungsbeamten erfolgen. Der Ausführer ist nicht auf die Öffnungszeiten der Ausfuhrzollstelle angewiesen und hat das verbriefte Recht, seine Ausfuhren nicht bei der Ausfuhrzollstelle gestellten zu müssen. Das beschleunigt und erleichtert die Ausfuhrabfertigung.

Im Gegenzug schließt der Gesetzgeber die durch die automatisierte Abfertigung ggf. entstehende Kontrolllücke, indem er die Erleichterung nur nach Prüfung eines Antrags erlaubt. Im Antragsverfahren muss der Ausführer darlegen, wie er die Einhaltung der Ausfuhrvorschriften sicherstellt. Das Antragsverfahren stellt aber keine unüberwindliche Hürde dar. Schließlich besitzen allein in Südwestdeutschland mehr als 10.000 Unternehmen den Status zugelassener Ausführer.

Das Seminar erklärt die Abläufe beim vereinfachten Ausfuhrverfahren, vergleicht dies mit der Standardanmeldung und erläutert das Antragsverfahren.

Dieser Artikel ist relevant für:

Zoll und Einfuhr