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(BMWi) - Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat heute (16. Dezember 2020) einen Förderbescheid für die Weiterentwicklung von Elektrolysekomponenten in einem Projekt für grünen Wasserstoff in Saudi-Arabien an die Vorstandsvorsitzende der thyssenkrupp AG, Martina Merz, übergeben. Damit ist das PtX-Projekt bereits das zweite internationale Wasserstoff-Vorhaben, das im Rahmen der Nationalen Wasserstoffstrategie (NWS) aus Mitteln des Konjunkturpaketes gefördert wird.

Bundesminister Altmaier: "Die Herstellung von grünem Wasserstoff ist komplex und technologisch herausfordernd. Deutsche Unternehmen gehören bei dieser innovativen Technologie zu den weltweit führenden. Daher freut es mich besonders, dass thyssenkrupp als erfahrener technischer Partner für das Projekt "Element One" im Rahmen des Wasserstoff Innovations- und Entwicklungszentrums von NEOM in Saudi-Arabien ausgewählt wurde. Das Know-How deutscher Technologieunternehmen zu demonstrieren und diese für eine industrielle Skalierung zu entwickeln und zu optimieren, ist auch erklärtes Ziel der Nationalen Wasserstoffstrategie und des Konjunkturpakets. Mit der Förderzusage an thyssenkrupp unterstützen wir somit nicht nur den globalen Markthochlauf von Wasserstoff und damit den internationalen Klimaschutz, sondern tragen auch zur Stärkung des Industrie- und Exportstandorts Deutschlands bei."

Thyssenkrupp Uhde Chlorine Engineers liefert den Elektrolyseur für das Grünwasserstoff-Projekt "Element One" in NEOM, einer aktuell im Bau befindlichen Zukunftsregion im Nordwesten Saudi-Arabiens. Das Projekt beabsichtigt den erstmaligen Einsatz eines 20 Megawatt großen Moduls für die Wasserelektrolyse zur Produktion von grünem Wasserstoff, der dann für verschiedene Applikationen und zur weiteren Verabeitung in NEOM genutzt wird.

Bis 2025 soll in NEOM die großskalige Produktionsanlage „Helios Green Fuels Project“ für grünen Wasserstoff und Ammoniak mit einer Kapazität von 650 Tonnen Wasserstoff und 3000 Tonnen Ammoniak pro Tag auf Basis von bis zu 4 Gigawatt Solar- und Windenergie entstehen. Das in NEOM produzierte Ammoniak soll international verschifft und nach Rückumwandlung zu Wasserstoff unter anderem im Verkehrssektor verwendet werden. Neben NEOM selbst sind an dem Projekt das saudische Unternehmen ACWA Power und das US-amerikanische Unternehmen Air Products & Chemicals beteiligt.

Im Juni 2020 hat die Bundesregierung die Nationale Wasserstoffstrategie veröffentlicht. Wasserstoff gilt als zentrales Element für die Verwirklichung der Energiewende, insbesondere in einigen Industrie- und Verkehrssektoren, deren CO2-Emissionen schwer zu reduzieren sind.

Das vom Koalitionsausschuss der Bundesregierung im selben Monat verabschiedete Konjunktur- und Zukunftspaket sieht insgesamt 9 Milliarden Euro für die Umsetzung der NWS vor, davon 2 Milliarden Euro für internationale Projekte in ausgewählten Partnerländern.

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