(BMWi) - Vom 27.06. bis 01.07.2022 führt enviacon international, im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWi), eine Geschäftsanbahnungsreise nach Argentinien durch. 

Es handelt sich dabei um eine projektbezogene Fördermaßnahme. Sie ist Bestandteil der Exportinitiative Umwelttechnologien und wird im Rahmen des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU durchgeführt. Zielgruppe sind vorwiegend kleine und mittlere deutsche Unternehmen (KMU).

Die Maßnahme bietet den Teilnehmenden die Möglichkeit, die argentinische Abfall- und Recyclingwirtschaft sowie den Absatzmarkt besser kennen zu lernen, einen Einblick in konkrete Geschäftsmöglichkeiten zu gewinnen und erste Kontakte zu Geschäfts- und Kooperationspartnern im Zielmarkt zu knüpfen. Im Rahmen von Briefings und individuellen Geschäfts- und Kooperationsgesprächen werden Kontakte zu potenziellen Geschäftspartnern vermittelt, die den Markteinstieg in die Zielregionen erleichtern. 

Für die Behandlung gefährlicher Abfälle mangelt es in Argentinien an integraler Infrastruktur, aber es ist insgesamt ein wachsendes Interesse an der Thematik zu beobachten. Auch auf Regierungsebene mehren sich entsprechende Initiativen, wie z. B. der Plan für produktive grüne Entwicklung von 2021. Dieser sieht Investitionen von mehr als 10 Mrd. Pesos vor. Gefährliche Industrieabfälle stellen in Argentinien an vielen Orten (vor allem im Landesinneren) immer noch eine große Bedrohung für Umwelt und Trinkwasser dar, da ihre Behandlung unzureichend ist und es wenig Wissen über die Alternativen und das technologische Angebot für die Behandlung und Wiederverwertung von Abfällen gibt.

Die Pandemie (Covid-19) verschärfte das Problem der Behandlung und Entsorgung infektiöser Krankenhausabfälle. In Argentinien fallen jeden Monat 4.000 Tonnen pathogener Abfälle an, zu denen bestimmte Krankenhausabfälle zählen. Obwohl diese Abfälle nur einen kleinen Teil des gesamten Abfallaufkommens in Gesundheitseinrichtungen ausmachen (ca. 20 % der Gesamtmenge, von denen wiederum 5 % als Sondermüll eingestuft werden), kam es bereits vor der Pandemie zu Klagen und Zweifeln an der sachgerechten Entsorgung dieser Abfälle. Sie stellen eine potenzielle Gesundheitsgefährdung für die Bevölkerung dar.

Im Bergbausektor besteht ein hohes Entwicklungspotenzial (v. a. Gold, Silber und Lithium). Im Vergleich zu anderen Bergbauländern ist die entsprechende Infrastruktur jedoch wenig ausgebaut. Auf der anderen Seite stehen jedoch die Herausforderungen des Umweltschutzes, um die Auswirkungen der Bergbauaktivitäten zu verringern. Quecksilber ist hier ein Thema. Seit 2015 ist der Quecksilbermarkt in Argentinien nicht mehr aktiv, deshalb werden Quecksilberabfälle ohne Weiterverbreitung/Behandlung gelagert, obwohl Argentinien verpflichtet ist, seine gefährlichen Abfälle ordnungsgemäß zu behandeln. Allein die größte Mine des Landes hat 2018 ca. 370 Tonnen Flüssigmetall gelagert.

Chancen für deutsche Unternehmen ergeben sich vor allem in den folgenden Bereichen:

  • Industrie: Lösungen zur Abfallbehandlung (Bergbau, Stahl, Papier, Landwirtschaft und Petrochemie).
  • Behandlung infektiöser Krankenhausabfälle: Abfallwirtschaft in Städten und Gemeinden ist oft nur unzureichend vorhanden (kommunale Schadstoffsammlung).
  • Behandlung von Deponiegas (Methan) für bereits bestehende Deponien.
  • Beratung zu Möglichkeiten der Abfallbehandlung.
  • Fehlende Umweltschutzmechanismen in Deponien.

Anmeldeschluss für eine Teilnahme an der o.g. Geschäftsanbahnungsreise ist der 01. April 2022.

Die Teilnehmerzahl ist auf 12 Unternehmen beschränkt. Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge der Anmeldungen berücksichtigt, KMU haben Vorrang vor Großunternehmen. Die Eigenbeiträge für die Teilnahme am Projekt betragen, in Abhängigkeit von der Unternehmensgröße, zwischen 500 und 1.000 EUR (netto). Weitere Informationen zu dem Projekt und zur Anmeldung finden sie hier.

Weitere Informationen und Anmeldung finden Sie im Projektflyer

Unter www.ixpos.de/markterschliessung ist eine Übersicht zu weiteren Projekten des BMWi-Markterschließungsprogramms.


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