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(Schleswig-Holstein) - Auch wenn der Brexit-Kurs der Briten einen Monat vor dem geplanten Austrittsdatum verworren bleibt – Schleswig-Holstein ist für alle Fälle gerüstet: Wirtschaft und Landesregierung haben heute (27. Februar) den Außenwirtschaftsexperten der IHK Schleswig-Holstein, Werner Koopmann, zum zentralen Ansprechpartner und Koordinator für alle Fachfragen der Betriebe rund um das Thema Brexit ernannt.

"Mit Herrn Koopmann haben wir einen gut vernetzten Fachmann, der die Arbeit der gemeinsamen Task Force von Landesregierung und Wirtschaft mit den zu erwartenden Nachfragen aus unseren kleinen und mittelständischen Betrieben effizient abstimmen wird", sagte Wirtschafts-Staatssekretär Dr. Thilo Rohlfs nach der heutigen Sitzung der Task-Force in Kiel.

Während Notfallregelungen für den harten Brexit – etwa zum Aufenthaltsrecht von Briten in Deutschland – getroffen sind, sind in anderen Bereichen nach wie vor viele Fragen offen. "So hat Großbritannien der Welthandelsorganisation WTO zwar Vorschläge für eigene Handelsregeln gemacht, doch bis zu ihrer möglichen Umsetzung dürften noch Wochen, wenn nicht Monate vergehen", fürchtet Koopmann. Das stelle gerade kleine und mittelständische Unternehmen vor große Herausforderungen, weil sie nach wie vor nicht wissen, auf welches Szenario sie sich einstellen sollen. Großbritannien ist der fünftgrößte Handelspartner für Schleswig-Holstein nach Dänemark, China, den USA und den Niederlanden.

Gut jedes zweite Unternehmen erwartet laut Rohlfs und Koopmann Beeinträchtigungen durch einen harten Brexit, vor allem durch bürokratische Hürden und Zeitverluste beim Austausch von Mitarbeitern und Waren. Hinzu kommen Befürchtungen vor zusätzlichen Zollabgaben und Personalkosten. Die auf Anregung des Mittelstandsbeirats gegründete "Task-Force Brexit" setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern von IHK, UV Nord, Handwerkskammern, der Wirtschaftsförderung und Technologie Transfer GmbH (WTSH) sowie der Landesregierung zusammen.

Erreichbar ist die Task Force unter der Emailadresse fragen-zum-brexit@wimi.landsh.de.

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