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(SPECTARIS) - Die deutsche augenoptische Industrie verzeichnete 2018 ein stabiles Geschäft und hat ihren Umsatz um 0,5 Prozent auf 4,46 Milliarden Euro gesteigert. Der Inlandsumsatz wuchs dabei um 2,2 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro, der Auslandsumsatz sank um 1,3 Prozent auf 2,16 Milliarden Euro. Vor allem die aktuellen Handelshemmnisse mit den USA sowie der Brexit haben zu diesem Exportrückgang geführt. Stark war weiterhin das EU-Geschäft: 81 Prozent der Ausfuhren gingen in die europäischen Länder, fünf Prozent nach Nordamerika und sechs Prozent nach Asien. Die Exportquote der deutschen augenoptischen Industrie lag bei 48,4 Prozent.

Die Ausfuhren nach Nordamerika büßten nach vorläufigen Angaben im vergangenen Jahr 21 Prozent ein, die nach Großbritannien 23 Prozent. Bereits im Vorjahr waren die Augenoptik-Exporte ins Vereinigte Königreich nach der Brexit-Ankündigung um rund 5 Prozent zurückgegangen. "Auch wenn die politischen und außenwirtschaftlichen Entwicklungen in den USA und Großbritannien unser Tagesgeschäft beeinträchtigen, sind wir seitens der deutschen augenoptischen Industrie insgesamt zufrieden mit dem Jahr 2018 und den Erfolgen, die wir in unserem Heimmarkt sowie in den übrigen europäischen Kernmärkten erzielen konnten", erklärte der Vorstandsvorsitzende des Industrieverbandes SPECTARIS, Josef May, zum Start der internationalen Augenoptik-Leitmesse Opti, die vom 25. bis 27. Januar in München stattfindet. "Unser Wachstumstrend ist seit 2011 ungebrochen und die Augenoptik hat aufgrund der demografischen Entwicklung sowie eines häufig noch ungedeckten Bedarfes für die nächsten Jahre einiges an Potenzial zu bieten."

SPECTARIS-Geschäftsführer Jörg Mayer blickt mit Sorge auf den Brexit. "Wir sehen, dass die Geschäfte mit dem UK bereits im Vorfeld rapide zurückgehen. Sollte es nun auch zu einem harten Brexit kommen, so würde dies für die Unternehmen einen erheblichen finanziellen und zeitlichen Mehraufwand bedeuten. Verzögerungen im Lieferverkehr sind da vorprogrammiert, zumal die administrative Vorbereitung seitens der Briten fraglich ist."

Für den Inlandsmarkt erwartet die deutsche augenoptische Industrie im Jahr 2019 ein Umsatzplus von rund 2,5 Prozent, beim Exportgeschäft wird dann auch wieder mit einer Steigerung von circa 1,5 Prozent gerechnet, insbesondere aufgrund von Zuwächsen in Asien und Osteuropa. Die Leitmesse Opti wird dazu einen wichtigen Beitrag leisten, vom 25. bis 27. Januar werden über 630 Aussteller aus 38 Ländern in den Münchner Messehallen erwartet.

Was die Brillenmode 2019 anbelangt, so wird diese von dezent bis extravagant alles zu bieten haben. Rahmenlose oder extrem dünne Brillenfassungen erhalten einen kreativen Schliff und rücken das Glas in den Mittelpunkt. Neu interpretiert, aber weiterhin angesagt sind die so genannten Retro-Fassungen. Beliebte Farben sind in diesem Jahr zum einen Gold, zum anderen für die Extrovertierten die Signalfarbe Rot. Bei den Kontaktlinsen liegt ein besonderer Fokus auf den Multifokallinsen für Menschen ab circa 45 Jahren. Diese haben das System der Gleitsichtbrillengläser auf die Kontaktlinse übertragen und bieten komfortable fließende Übergänge vom Nah- zum Fernbereich. In Deutschland tragen 42,3 Millionen Menschen eine Brille. 3,3 Millionen Menschen benutzen Kontaktlinsen. Gerade in der Altersklasse der 20- bis 29-Jährigen hat die Fehlsichtigkeit in den letzten acht Jahren stark zugenommen (+ 23 %).

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