Service navi

(DIHK) - Auch wenn Corona und der Brexit nach wie vor eine Belastung darstellen, steigt der Optimismus im Geschäft mit dem Vereinigten Königreich: Nach einer aktuellen Umfrage der Deutschen Auslandshandelskammer (AHK) Großbritannien sehen die vor Ort operativ tätigen Unternehmen der deutsch-britischen Wirtschaft Licht am Ende des Tunnels.

Trotzdem sollte man die Auswirkungen von Brexit auf die zukünftige Struktur der Lieferketten nicht unterschätzen, denn Handelsbarrieren beziehungsweise Zollformalitäten und zusätzliche Kosten sind weiterhin für viele Unternehmen ein entscheidendes Thema.

Vom 25. März bis zum 9. April hatte die AHK mit deutschen Niederlassungen in UK und britischen AHK-Mitgliedsunternehmen webbasierte Interviews geführt. Die Antworten zeichnen ein konjunkturell deutlich optimistischeres Bild als noch vor sechs Monaten: Derzeit bewerten 44 Prozent der befragten Betriebe die Entwicklung ihrer eigenen Geschäftstätigkeiten in UK als positiv oder sehr positiv; 38 Prozent betrachten sie als stabil. In der Herbstumfrage 2020 hatten fast 79 Prozent der Unternehmen ihre geschäftliche Lage als schlecht bezeichnet.

Erwartungen an die Konjunkturentwicklung hellen sich auf
Aktuell erwarten 52 Prozent der Umfrageteilnehmer, dass sich die britische Wirtschaft in den kommenden zwölf Monaten besser oder bedeutend besser entwickeln wird als bisher; 22 Prozent rechnen mit einer stabilen Entwicklung. Allerdings geht eine Mehrheit davon aus, dass sich die britische Wirtschaft erst 2022 oder 2023 vollkommen von der Covid-Pandemie erholen wird.

Die Befragten zeigen sich investitionsfreudiger als zuletzt: 35 Prozent planen eine Erhöhung ihrer Investitionen, nur 10 Prozent eine Verringerung. Zum Vergleich: Im Herbst 2020 wollten nur 5 Prozent mehr, dagegen 20 Prozent weniger investieren. Ähnlich das Bild bei der Beschäftigung: Während sechs Monate zuvor nur 11 Prozent der Umfrageteilnehmer neue Mitarbeiter einstellen wollten, gilt dies nun für 44 Prozent.

Vier von fünf Unternehmen wollen Lieferketten anpassen
Der Brexit und die Corona-Krise haben jedoch nach wie vor gravierende Auswirkungen auf die Mehrheit der Unternehmen: Die Liste der aktuellen Herausforderungen wird weiterhin von Handelsbarrieren und Zollformalitäten und damit in der Konsequenz zusätzlichen Kosten für die Betriebe sowie von Reisebeschränkungen angeführt. 77 Prozent der Befragten wollen wegen des Brexit und/oder der Corona-Pandemie ihre Lieferketten anpassen.

Sie finden die gesamten Ergebnisse der Frühjahrsumfrage auf der Website der AHK Großbritannien.

Die Erhebung ist eine Vorab-Auswertung des "AHK World Business Outlook" des Deutschen Industrie- und Handelskammertages. Die Gesamtumfrage wird der DIHK Anfang Mai veröffentlichen.

Wie die auslandsaktiven Unternehmen in Deutschland ihre weltweiten Geschäfte derzeit bewerten, können Sie der DIHK-Umfrage "Going International" von März 2021 entnehmen.

Weitere Meldungen

Suche IXPOS-News

Der Leitfaden „Industriewassermanagement“ zeigt, wie Wasser in Industrieprozessen nachhaltig und effizient genutzt werden kann.

Mehr lesen

Die USA sind Haupthandelspartner der hessischen Maschinenbauer, aber auch die Importe aus China steigen ebenfalls zweistellig an.

Mehr lesen

Geschäftsreisen sollen zunehmend wieder physisch durchgeführt werden

Mehr lesen