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(BMWi) - Vom 21. bis 23. September 2021 führt die Deutsch-Norwegische Handelskammer zusammen mit den Fachpartnern Mittelstand 4.0 Kompetenzzentrum Planen und Bauen und dem Construction City Cluster, im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi), eine digitale Leistungsschau nach Norwegen durch. Die aktuelle Situation und die Auswirkungen der globalen Corona-Krise lassen eine physische Durchführung vor Ort nicht zu. Es handelt sich dabei um eine projektbezogene Fördermaßnahme im Rahmen des BMWi-Markterschließungsprogramms. Zielgruppe sind vorwiegend kleine und mittlere deutsche Unternehmen (KMU).

Der Hoch- und Tiefbausektor bilden die größten Industriesektoren der norwegischen Gesamtwirtschaft (ohne Öl- und Gasindustrie). 80 % der Wertschöpfung in diesen Sektoren findet auf der Baustelle statt. Dies hat dazu geführt, dass es seit 1990 keine gemessene Produktivitätssteigerung in der Baubranche gibt. Norwegen ist jedoch als Hochkostenland darauf angewiesen, Prozesse im Bausektor zu digitalisieren und die interdisziplinäre Koordination aller Akteure smarter zu gestalten. Der norwegische Bauindustrieverband beschreibt „die Nutzung digitaler Technologien als einzige realistische und strategische Chance für die Wettbewerbsfähigkeit in einer globalisierten Wirtschaft. Vorangetrieben durch die fortschreitende Digitalisierung in anderen Sektoren, z.B. der Offshore- oder Fertigungsindustrie auf dem norwegischen Festland, werden digitale Technologien auch zunehmend von den Anwendern im Bausektor nachgefragt.

Im Zuge seiner Klimaziele will Norwegen auch die Emissionen aus dem Bausektor nachhaltig senken. Bei der Umstellung auf emissionsfreie Baustellen gibt es große Unterschiede zwischen den einzelnen Akteuren und Teilen der Wertschöpfungskette. Grundsätzlich wird hier aber die flächendeckende Einführung von Niedrig- oder Nullemissionslösungen und eine starke Stimulation für Technologieentwicklung erwartet. So z.B. hat die norwegische Regierung Anfang Februar 2021 beschlossen, dass ab 2022 keine durch Mineralöl betriebenen Geräte auf norwegischen Baustellen mehr genutzt werden dürfen.

Die Leistungsschau besteht aus einem digitalen Fachsymposium mit der Möglichkeit zum Austausch mit gezielt eingeladenen norwegischen Branchenvertreterinnen und -vertretern. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, sich mit diesen im Rahmen eines digitalen Networkings individuell auszutauschen. Am Folgetag organisiert die AHK Norwegen gemeinsam mit dem norwegischen Fachpartner virtuelle Projekt- und Unternehmensbesuche. Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern wird auch eine Zielmarktanalyse über bestehende Marktpotenziale und die damit verbundenen Geschäftschancen zur Verfügung gestellt. 

Das Projekt ist Bestandteil des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU und unterliegt den De-Minimis-Regelungen. Der Eigenanteil der Unternehmen für die Teilnahme am Projekt beträgt in Abhängigkeit der Größe des Unternehmens zwischen 250 und 500 EUR (netto).

Weitere Informationen zur Reise finden Sie unter diesem Link / Projektflyer (pdf)

Eine Übersicht zu weiteren Projekten des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU kann unter www.ixpos.de/markterschliessung abgerufen werden.

Anmeldung: Interessierte Unternehmen kontaktieren bitte Sybille Köhler, Deutsch-Norwegische Handelskammer.
Anmeldeschluss ist der 23. Juni 2021.

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