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(BMWK) - Die Unterstützung deutscher Unternehmen beim Marktauf- bzw. -ausbau im Bereich Digitale Lösungen für Museen und Ausstellungen steht im Mittelpunkt der Geschäftsanbahnung, die die Deutsche Handelskammer in Österreich (AHK Österreich) im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) vom 25. bis 29. April 2022 durchführen wird. 

Es handelt sich dabei um eine projektbezogene Fördermaßnahme im Rahmen des Markterschließungsprogramms für KMU. Zielgruppe sind vorwiegend kleine und mittlere deutsche Unternehmen (KMU).

Die Geschichte Österreichs hat eine Fülle an Sehenswürdigkeiten und Kulturschätzen hervorgebracht. Diese breite und vielfältige Kulturlandschaft mit rund 800 Museen und unzähligen Sehenswürdigkeiten führt allerdings auch zu einer Konkurrenz untereinander, weshalb das Angebot ständig angepasst und das Besuchererlebnis weiterentwickelt werden muss.

Österreichs Museen setzen auf Digitalisierung
In einer Umfrage des Museumsbunds Österreich in 2019 gaben gerade einmal knapp 10% der hauptamtlichen Museen an, dass einzelne Abteilungen bereits eigene digitale Konzepte haben. Bei allen anderen mangelt es vor allem noch an personellen Ressourcen für die Entwicklung einer digitalen Strategie. Über ein digitales Inventar verfügen zwei Drittel aller befragten Museen, fast 30% führen zusätzlich ein analoges Inventar. Die Hälfte jener Museen, die noch kein digitales Inventar haben, plant in naher Zukunft die Umsetzung einer solchen bzw. ist gerade dabei.

Die Hälfte der Museen in Österreich bietet seinen Besuchern einen klassischen Audioguide, größere Häuser nutzen einen Multimedia-Guide. Zahlreiche Museen stellen ihre Guides bereits über eine App auf Tablets und Smartphones zur Verfügung. 65% der hauptamtlichen, sowie 35% der ehrenamtlichen Museen geben die für ihre Guides notwendigen Geräte vor Ort aus. Die regelmäßige Aktualisierung der Guides kann allerdings nur ein kleiner Teil umsetzen. 13% der Häuser planen aktuell die Einführung einer App. Der Hälfte der Museen fehlen vor allem die personellen Ressourcen, um eine App für ihr Museum zu planen.

Der Wunsch nach einer Digitalisierung des Betriebs und die einhergehende personelle Ressourcenschonung ist von den Teilnehmern der Befragung als Argument für Investitionen mehrfach genannt worden. Die Finanzierung ist bei allen Fragen der Studie eindeutig zweitrangig bewertet worden. Anbieter von Lösungen für digitale Ausstellungen, VR/AR-Technologien und Eventtechnik, aber auch Systeme zur digitalen Archivierung finden in Österreich daher einen interessierten Markt und gute Absatzmöglichkeiten.

Geschäftsanbahnung in Österreich
Schwerpunkt der Geschäftsanbahnung sind die individuell vorbereiteten Kontaktgespräche der deutschen Unternehmen mit potenziellen Geschäftspartnern für eine gezielte Geschäftsanbahnung in Österreich. Im Rahmen einer fachbezogenen Präsentationsveranstaltung in Wien und einem Workshop in Linz bietet sich den deutschen Unternehmen die Möglichkeit, sich vor österreichischen Vertretern aus Museen und Freizeit-/Tourismuseinrichtungen zu präsentieren und mögliche Kooperationsfelder vorzustellen. Im Vorfeld der Reise erhalten die Teilnehmer ausführliche Zielmarktinformationen.

Kosten und Anmeldung
Das Projekt ist Bestandteil des Markterschließungsprogramms für KMU und unterliegt den De-Minimis-Regelungen. Der Eigenanteil der Unternehmen für die Teilnahme an dem Projekt beträgt in Abhängigkeit der Größe des Unternehmens zwischen 500 und 1.000 EUR (netto).

Informationen zum Programm „Digitalisierung von Österreichs Museen“ und Ihre Anmeldung unter www.dhk.at/digitalesmuseum bzw. im Projektflyer

Anmeldeschluss ist der 31. Januar 2022 

Unter www.ixpos.de/markterschliessung ist eine Übersicht zu weiteren Projekten des BMWi-Markterschließungsprogramms.


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