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(BMWi) - Vom 28.09.2021 bis 30.09.2021 führt die DREBERIS GmbH, im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi), eine digitale Informationsreise für kanadische Einkäufer und Multiplikatoren im Bereich der Fahrzeugindustrie nach Deutschland durch.

Es handelt sich dabei um eine projektbezogene Fördermaßnahme im Rahmen des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU. Die Informationsreise richtet sich insbesondere an kleine und mittlere Unternehmen (KMU), Zulieferer von Automobilteilen und -komponenten, Entwickler im Bereich E-Mobility, sowie Anbieter von Produktions-und Automatisierungstechnik. Der Schwerpunkt der Reise wird auf Elektromobilität: Batterie/Antriebe und Flexible Produktion liegen.

Kanada profitiert nicht nur durch seine geographische Lage direkt neben dem größten Absatzmarkt den USA, sondern auch durch das Vorhandensein natürlicher Rohstoffe, die für die Produktion von Lithium-Ionen-Batterien etc. notwendig sind. Die kanadische Regierung verfolgt ebenso das Ziel, Kanada zum Weltmarktführer der Elektromobilindustrie zu machen und schafft, gleichsam als wirtschaftliche Unterstützung nach der Corona-Krise, Kaufanreize für Elektroautos. Des Weiteren fördert die Regierung die Entwicklung im Form von Programmen, wie dem Automated Vehicle Program. Besonders die Bereiche Autonomes Fahren und Connected-Car Tech werden dabei fokussiert. Schwerpunkt dieser Programme ist es, u.a. Batteriehersteller zur Fertigung von E-Autoteilen zu gewinnen, denn dieser Markt ist stark von asiatischen Zulieferern geprägt. Als Treiber dieser Entwicklungen gelten die Fortschritte der Elektromobilität, die Digitalisierung, sowie vernetztes und autonomes Fahren. Allein in den letzten Monaten wurden 6 Mrd. USD von Ford, GM und Stellantis investiert, um ihre kanadischen Lieferketten weiter auszubauen. Nearshoring spielt eine wichtige Rolle, das zeigt bspw. das Projekt ‚Arrow‘, welches Kanadas Weltklasse-Zulieferer-Kette, Auto-Tech-KMUs und akademische Einrichtungen zusammenbringt.

Die Automobilbranche in Kanada konzentriert sich stark auf Ontario, wo 100 % der kanadischen Leichtfahrzeugproduktion und rund 400 Fahrzeugteilhersteller angesiedelt sind. Zukünftig werden jedoch die Toronto-Waterloo-Hubs eine größere Rolle spielen, da dort vor allem an Künstlicher Intelligenz im Bereich der Automobilindustrie geforscht wird. Die Branche ist einer der größten Industriesektoren in Kanada, auch wenn die Umsatzentwicklung derzeit rückläufig ist. Dennoch, die guten politischen Beziehungen zum Nachbarstaat USA bieten auch Chancen. Durch die neue US-Administration und ein neues Nordamerikanisches Freihandelsabkommen (USMCA) kann von einer guten Entwicklung mit dem wichtigsten Absatzmarkt - den USA - ausgegangen werden. Im Jahr 2020 lag der Gesamtumsatz der Automobilindustrie in Kanada bei 14,1 Mrd. EUR (zum Vergleich Deutschland: 62,8 Mrd. EUR). Dabei sind 50 % der in Kanada hergestellten Güter der Kfz-Branche für den Export, vor allem in die USA bestimmt.

Da in Deutschland ähnliche Entwicklungen zu verzeichnen sind und auch hier die Nachfrage nach Elektromobilität erhöht ist, lassen sich Synthesen für beide Seiten eruieren. Nicht nur das Förderprogramm des Bundes deckt sich mit der gestiegenen Nachfrage nach diesen Technologien in Kanada, auch die staatlichen Regulierungen bezüglich des CO2-Ausstoßes in beiden Ländern beschleunigen diesen Trend. Für deutsche Anbieter ist es daher sehr wichtig, die lokalen Marktgegebenheiten zu kennen, für sich zu nutzen und individuelle Lösungen für die Bedarfe der verschiedenen Geschäftspartner zu entwickeln. Mit der Informationsreise können auf effiziente Weise die Grundlagen dafür gelegt werden. Von kanadischer Seite werden Automobilhersteller (OEM), Zulieferer, Vertriebspartner sowie andere Branchenvertreter und Verbandsvertreter als Multiplikatoren zur Teilnahme eingeladen. Die deutschen Unternehmen können sich in einem digitalen Unternehmensbesuch präsentieren bzw. mit einem kurzen Pitch (a Case Study) an einer Präsentationsveranstaltung teilnehmen. Die Präsentationsveranstaltung wird das Programm ergänzen und schafft den Rahmen für einen Informationsaustausch und Networking, lokale Experten werden Einblicke in branchenrelevante Themen geben und es wird Bezug auf die wirtschaftliche Entwicklung des Landes genommen. Zur Vorbereitung auf die Veranstaltungen können die Teilnehmer Marktinformationen zum Zielland auf einer bereitgestellten Landingpage einsehen.

Das Projekt ist Bestandteil des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU. Durch die digitale Durchführung der Informationsreise fallen keine weiteren Teilnehmergebühren an.

Hat das Projekt Ihr Interesse geweckt, so wenden Sie sich bitte an DREBERIS. Weitere Informationen erhalten Sie im Projektflyer.

Anmeldeschluss für die Interessebekundung ist bis 30.06.2021. Die Teilnehmerzahl ist beschränkt, daher bitten wir um eine frühzeitige Bewerbung. Bitte nutzen Sie dazu das Online-Anmeldeformular.

Eine Übersicht zu weiteren Projekten des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU finden Sie unter www.ixpos.de/markterschliessung.

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