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(ZVEI) - Trotz der Pandemiesituation und anhaltender Einschränkungen im internationalen Warenverkehr prognostiziert der ZVEI für den Weltmarkt der elektromedizinischen Technik ein Wachstum für das laufende Jahr von acht Prozent.

„Damit schließen wir an die langfristige Entwicklung des Weltmarkts vor dem Corona-Jahr 2020 an“, sagte Hans-Peter Bursig, ZVEI-Fachverbandsgeschäftsführer Elektromedizinische Technik anlässlich der Medica-Pressekonferenz in Düsseldorf. Für die Hersteller elektromedizinischer Technik in Deutschland sei das ein positives Zeichen und biete Planungssicherheit, denn die Branche erziele zwei Drittel ihres Umsatzes im Export. 

Schwierigkeiten bereitet der elektromedizinischen Technik wie der gesamten Medizintechnik in Deutschland und Europa jedoch die Anwendung der neuen EU-Verordnung für Medizinprodukte MDR. „Die Hersteller waren gut auf den Geltungsbeginn vorbereitet. Aber es gibt verschiedene Probleme bei der Umsetzung, für die wir jetzt zügig pragmatische Lösungen von Seiten der EU und der Mitgliedstaaten brauchen“, so Bursig. Noch immer stünden wichtige Rechtsakte aus und die Zahl der Benannten Stellen, die für die MDR notifiziert sind, wachse nur langsam. Es dürfe aufgrund dessen nicht zu unbeabsichtigten Einschränkungen bei der Verfügbarkeit von Medizinprodukten kommen. 

Zudem dürfe eine der innovativsten und wertschöpfungsstärksten Branchen in Deutschland wie Europa nicht durch überbordende Bürokratie lahmgelegt werden. „Die gezielte Unterstützung der nächsten Bundesregierung ist notwendig, um den Standort Deutschland zu stärken – etwa durch Hilfe dabei, neue klinische Daten für bereits am Markt befindliche Produkte zu erzeugen.“ Dazu zähle auch, endlich die offenen Fragen bei der Nutzung von Gesundheitsdaten zu klären und einen verlässlichen Rechtsrahmen für den Zugang privater Forschung zu Gesundheitsdaten ohne Personenbezug herzustellen. Nur so werde die Branche auch in Zukunft weiter international wettbewerbsfähig bleiben.

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