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(BMWi - Exportinitiative Energie) - Unglaublich, diese Technologie! – Diese Worte wurden regelmäßig geäußert, als die kanadischen Teilnehmer die Effizienz der deutschen Anlagen und Produkte begutachteten. Während einer einwöchigen Informationsreise der Exportinitiative Energie besuchte eine siebenköpfige Delegation aus den Provinzen Yukon, Ontario und Quebec Einrichtungen in Deutschland, um sich über das Thema holzbasierte Strom- und Wärmeerzeugung zu informieren. Zwischen dem 11. und 15. November wurden Anlagenbauer, Heizkraftwerke und weitere Anwender besucht, deren nachhaltige Energieversorgung auf Holz beruht.

Zu Beginn der Reise wurde eine Netzwerkveranstaltung organisiert, auf welcher ein thematischer Einstieg bereitet wurde. Neben Fachreferenten aus der Forschung und dem Verbandswesen erhielten deutsche Unternehmen die Gelegenheit, ihre Lösungen anhand von realisierten Projekten darzustellen. Für die deutschen Unternehmen bot sich mit der Delegationsreise der große Vorteil, mit Vertretern aus den verschiedenen kanadischen Provinzen in Kontakt zu treten, welche aufgrund der großen Entfernungen nur schwer erschlossen werden können.

Die Teilnehmer stammen dabei aus den unterschiedlichsten Fachrichtungen. Die Suche nach deutschen Zulieferern und Geschäftspartnern ist der Hauptgrund zur Teilnahme. Auch die sog. First Nations – die Institutionen der kanadischen Ureinwohner – interessieren sich für das Thema. In den entlegenen Kommunen Kanadas, welche durch geringere Arbeits- und Einkommensmöglichkeiten gekennzeichnet sind, könnten durch die vermehrte Anwendung von Holzenergie immense Mengen importierten Diesels ersetzt werden, der in den netzfernen Gebieten die Hauptenergiequelle darstellt. Somit kann auch ein Beitrag zu regionalen Wertschöpfungsketten geleistet werden.

Ein Teilnehmer merkte an, dass die deutsche Technologie der nordamerikanischen in Punkto Effizienz um Lichtjahre voraus sei, entsprechend groß war das Interesse. Als Wermutstropfen wurde jedoch die hohe technische Komplexität der Anlagen genannt. Erfolgreiche Projekte vor Ort sollten also stets auch Trainings beinhalten, sodass das erforderliche Wissen für eine effiziente Anwendung gleichfalls vermittelt wird. Das zwischen der EU und Kanada geschlossene CETA-Handelsabkommen wird den transatlantischen Handel künftig noch weiter vereinfachen.

Die Informationsreise wurde von dem Unternehmen energiewaechter GmbH in Kooperation mit der Deutsch-Kanadischen Industrie- & Handelskammer durchgeführt. Bereits im kommenden Jahr können deutsche Unternehmen ihre Geschäftsaktivitäten auf zwei geförderten Geschäftsreisen nach Kanada ausbauen, weitere Informationen dazu finden Sie unten.

Weitere Informationen

AHK-Geschäftsreise "Energieeffizienz und Erneuerbare Energien im Bergbau in Kanada"

AHK-Geschäftsreise "Smart Grids und Energiespeicher in Kanada"

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