Service navi

(BMWi) - Vom 10. bis 12. November 2021 führt die Handelskammer Deutschland-Schweiz (AHK Schweiz), im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi), eine Leistungsschau für deutsche Unternehmen und Hersteller in der Schweiz durch. Es handelt sich dabei um eine projektbezogene Fördermaßnahme. Sie ist Bestandteil der Exportinitiative Gesundheitswirtschaft und wird im Rahmen des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU durchgeführt. Zielgruppe sind vorwiegend kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Der Fokus der Leistungsschau liegt auf dem Bereich Rehabilitation und Orthopädie.

Die Schweiz hat einen hohen Bedarf an Medizintechnikgütern. Die Branche verzeichnet seit mehr als zehn Jahren ein Wachstum von jährlich rund 6 Prozent. Trotz der Covid-19-Pandemie erwartet der Schweizer Branchenverband auch für 2021/22 eine positive Entwicklung und Umsatzsteigerungen. Die stark exportorientierten lokalen Hersteller decken einen geringen Teil der Nachfrage, so dass der Bedarf in der Schweiz großteils durch Importe gedeckt wird. Deutschland ist auch in der Pandemie einer der wichtigsten Beschaffungsmärkte für Medizintechnikprodukte in der Schweiz. Deutsche Produkte hatten 2019 einen Lieferanteil von rund einem Viertel und stehen hinter den USA auf Platz 2.

Gute Geschäftschancen im Bereich Orthopädie und Rehabilitation bieten sich insbesondere für Anbieter und Hersteller von hochwertigen Röntgen-Apparaten, Prothesen, weiteren orthopädischen Hilfsmitteln, Therapie- und Atmungsgeräten, Rollstühlen sowie anderen medizintechnischen Produkten aus Deutschland. Darüber hinaus ergeben sich weitere Absatzmöglichkeiten durch den Bau mehrerer Spitäler in einigen Kantonen der Schweiz. Durch die laufenden Spitalreformen in den Kantonen, damit verbundenen Umstrukturierungen, Initiativen zur Kostensenkung und die Gründung von Einkaufsgesellschaften eröffnen sich zusätzlich neue Marktchancen. Der Bedarf an medizinischer Versorgung und die Nachfrage durch neue Behandlungsmethoden steigen. Hilfsmittel und Medikamente können im Markt schnell und unkompliziert rückvergütet werden.

Entsprechend der seit dem 26. Mai 2021 geltenden EU-Medizinprodukteverordnung (Medical Device Regulation, MDR) benötigen Unternehmen, die Medizinprodukte in die Schweiz importieren, einen Importeur oder Bevollmächtigten in der Schweiz, um Produkte liefern zu können. Da Lieferländer und Lieferungen von bestimmten Gütern aus anderen Ländern entfallen werden, eröffnet die neue Regelung deutschen Unternehmen und Herstellern neue Absatzmöglichkeiten.

Die Leistungsschau und Unternehmerreise am 10. bis 12. November nach Zürich gibt deutschen Unternehmen, Herstellern und Lösungsanbietern aus dem Bereich Orthopädie und Rehabilitation die Möglichkeit, über Fachvorträge den Schweizer Markt kennenzulernen, sich vor einem Fachpublikum aus dem Gesundheitssektor der Schweiz zu präsentieren und mit Experten auszutauschen. Zudem wird der Aufbau von Geschäftskontakten und -kooperationen zwischen deutschen und schweizerischen Firmen und Akteuren gefördert. Im Vorfeld zur Reise erhalten die Teilnehmer eine detaillierte Zielmarktanalyse zum Medizinmarkt Schweiz.

Das Projekt ist Bestandteil des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU und unterliegt den De-Minimis-Regelungen. Der Eigenanteil der Unternehmen für die Teilnahme am Projekt beträgt in Abhängigkeit der Größe des Unternehmens zwischen 500 und 1.000 EUR (netto).

Die Leistungsschau wird von den Fachverbänden und Organisationen BVMed (bvmed.de), eurocom (eurocom-info.de), SPECTARIS (spectaris.de), Handwerk International Baden-Württemberg (handwerk-international.de) und Swiss Medtech (swiss-medtech.ch) inhaltlich unterstützt und begleitet.

Nähere Informationen zum Programm „Rehabilitations- und Orthopädietechnik für die Schweiz“ und zu den Teilnahmebedingungen finden Sie hier und im Flyer.

Interessierte Unternehmen können sich für eine Teilnahme hier registrieren. Bei Fragen zur Teilnahme und Anmeldung kontaktieren Sie bitte Ihren Ansprechpartner bei der Handelskammer Deutschland-Schweiz (AHK Schweiz), Verena Stübner.

Eine Übersicht zu weiteren Projekten des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU finden Sie unter www.ixpos.de/markterschliessung.

Weitere Meldungen

Suche IXPOS-News

Die USA sind Haupthandelspartner der hessischen Maschinenbauer, aber auch die Importe aus China steigen ebenfalls zweistellig an.

Mehr lesen

Geschäftsreisen sollen zunehmend wieder physisch durchgeführt werden

Mehr lesen