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(DIHK) - Nach den gewaltigen Einbrüchen im Frühjahr haben sich die deutschen Exporte zuletzt wieder etwas erholt. Bei Volker Treier, Außenwirtschaftschef des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), löst das jedoch keine große Erleichterung aus.

Der leichte Anstieg der Ausfuhren gegenüber dem "katastrophalen Aprilwert" lasse die deutschen Exporteure "noch lange nicht aufatmen", stellt Treier klar. "Die weltweiten Auswirkungen des Coronavirus bleiben für sie eine Herausforderung historischen Ausmaßes."

Im Mai hätten vor allem Grenzschließungen und Reiseeinschränkungen das Exportgeschäft vielerorts zum Erliegen gebracht, berichtet der DIHK-Außenwirtschaftschef. Dem AHK World Business Outlook zufolge suchten aufgrund der Corona-Krise aktuell mehr als ein Drittel der deutschen Unternehmen im Ausland nach neuen Lieferanten.

"In den kommenden Monaten werden zudem die weltweit geringere Nachfrage und weniger Investitionen ein weiterer Bremsklotz für die hiesigen Exporteure sein", so Treier weiter. 93 Prozent der auslandsaktiven deutschen Unternehmen rechneten mit einer Erholung der globalen Konjunktur erst im Laufe des Jahres 2021 oder sogar noch später.

Die Prognosen bleiben also düster. Treier zufolge erwartet der DIHK für 2020 einen Rückgang der deutschen Exporte "von mindestens 15 Prozent".

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