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(DIHK) - Die große Bedeutung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit Polen hat Volker Treier, Außenwirtschaftschef des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), im Vorfeld des Deutsch-Polnischen Wirtschaftsforums am 18. März in Berlin hervorgehoben.

Anlässlich der Vorstellung zweier Umfragen der Deutschen Auslandshandelskammer (AHK) Polen, die sowohl Auskunft über die Stimmung deutscher Unternehmen in Polen als auch polnischer Betriebe hierzulande geben, äußerte sich Treier in einem Statement zu Stand und Perspektiven der bilateralen Zusammenarbeit:

"Polen ist schon heute ist eine feste Größe in den Top Ten der deutschen Handelspartner. Das deutsch-polnische Handelsvolumen lag im Jahr 2018 bei rund 118 Milliarden Euro. Es ist damit zum zweiten Mal in Folge um acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Die positive wirtschaftliche Entwicklung in beiden Ländern stützt die deutsch-polnischen Wirtschaftsbeziehungen weiter, trotz des nun schwierigeren wirtschaftlichen Umfelds. Der Gegenwind wird in der nächsten Zeit aber leider erstmal zunehmen.

Polen und insgesamt die vier Visegrád-Länder stellen damit für Deutschland eine wirtschaftlich immer wichtigere Region dar. Deutschland ist umgekehrt mit über 290 Mrd. Euro Handelsvolumen und mindestens 94 Milliarden Euro Direktinvestitionen wichtigster Wirtschaftspartner in der Region. Darauf sollten wir weiterhin aufbauen. Das gilt gerade in Zeiten von Strafzöllen, Sanktionen und Brexit sowie angesichts der langsameren Gangart der Konjunktur in Deutschland, der EU und auch der Welt.

Unsere Länder können durch wirtschaftliche Kooperation gemeinsame Chancen nutzen. Großes Potenzial besteht bei Innovationen, Elektromobilität und generell in der High-Tech-Branche. Wir sehen uns aber auch mit gemeinsamen Herausforderungen konfrontiert, wie etwa dem Fachkräftemangel oder dem Digitalisierungswandel.

Auch wirtschaftspolitisch ist Polen als gewichtiges Mitglied der Europäischen Union ein wichtiger Partner. Im Hinblick auf die anstehende Europawahl ist der Austausch über die Bedeutung der EU und die Vorteile des Binnenmarktes für die deutsch-polnischen Wirtschaftsbeziehungen relevanter denn je. Hierbei sollte Deutschland mit Polen und allen Visegrád-Ländern eine wichtige Rolle übernehmen: Europa sollte mit Reformen gestärkt und für Investitionen attraktiver werden. Bei diesen gemeinsamen Zielen sollten wir unsere Zusammenarbeit vertiefen.

Die Aktivitäten des DIHK zielen stets darauf ab, die große Bedeutung unserer Wirtschaftsbeziehungen und die Entwicklungen am aktuellen Rand darzustellen. Das tun wir immer in Kooperation mit den Deutschen Auslandshandelskammern in den Ländern – heute mit der Deutsch-Polnischen Industrie- und Handelskammer in Warschau (AHK Polen).

DIHK und AHKs bitten regelmäßig vor Ort aktive deutsche Geschäftsleute wie auch in Deutschland aktive ausländische Unternehmen um ihre Einschätzung. Die Unternehmen schätzen Rahmenbedingungen ein, berichten über ihre Geschäftspläne, aber auch über Hindernisse, die sie davon abhalten, noch mehr zu investieren. Das hilft, die Bedeutung und die Probleme dieser Wirtschaftsstandorte adäquat darzustellen. Die heutige Vorstellung der Umfragen der AHK Polen ist ein gutes Beispiel für diese Arbeit."

Weitere Informationen

Umfrageergebnisse "Polen in der Bewertung ausländischer Investoren"

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