(BMWi) - Vom 31.05.2021 bis zum 11.06.2021 führt die trAIDe GmbH im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) eine digitale Geschäftsanbahnungsreise nach Tunesien zum Thema Gesundheitswirtschaft mit Fokus auf digitale Medizintechnik und Medizinprodukte durch.

Es handelt sich dabei um eine projektbezogene Fördermaßnahme. Sie ist Bestandteil des Wirtschaftsnetzwerk Afrika und wird im Rahmen des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU durchgeführt. Die trAIDe GmbH arbeitet im Rahmen des Projektes eng mit dem sehr erfahrenen lokalen Partner Institut des métiers de santé (IMS) sowie Fachverbänden und Interessensvereinigungen zusammen.

Tunesien liegt im Norden Afrikas und besitzt im Norden und Osten einen Zugang zum Mittelmeer. Das 163.610 km² große Land grenzt im Südosten an Libyen und im Westen an Algerien. Die Bevölkerungszahl des Küstenstaates erlebt seit über 10 Jahren ein konstantes Wachstum von rund 1% jährlich und beträgt aktuell 11,72 Millionen (2020). Im Jahr 2019 konnte Tunesiens Wirtschaft Güter und Dienstleistungen im Gesamtwert von 38,7 Mrd. USD erzeugen. Während das Wirtschaftswachstum 2018 noch 2,7% betrug, fiel dieser Wert im Jahr 2020 aufgrund der globalen Pandemie auf -4,3%. Für 2021 wird jedoch ein Wachstum von 4,3% prognostiziert.

Die Digitalisierung des tunesischen Gesundheitssektors wird mit verschiedenen Investitionen seitens des Staates forciert. Im Februar 2019 zum Beispiel gewährte die französische Entwicklungsagentur einen Kredit in Höhe von 27,3 Mio. € an das tunesische Gesundheitsministerium, um E-Health Angebote zu verbessern. Darüber hinaus wurden im März und April 2019 weitere Investitionsvorhaben angekündigt, um die Digitalisierung im Gesundheitssektor voranzutreiben.

Der Gesundheitsminister gab bekannt, dass insgesamt 27,8 Mio. USD für die Modernisierung von Computersystem in tunesischen Kliniken aufgewendet werden sollen. Des Weiteren werden zusätzliche 5,2 Mio. USD für die Ausstattung mit modernen Computern für alle medizinischen Einrichtungen veranschlagt. Ein Ziel dieser Modernisierungsmaßnahmen ist zudem die Förderung der Telemedizin, die raumun-gebunden Patienten und Ärzte zusammenführen soll.

Deutschland stellt nach Frankreich und Italien den wichtigsten Handelspartner Tunesiens dar. Zudem sind derzeit 260 deutsche Unternehmen in dem nordafrikanischen Land tätig. Sie haben in Summe bereits über 350 Mio. Euro investiert und beschäftigen rund 60.000 tunesische Arbeitskräfte. Zur Verbesserung der privatwirtschaftlichen Investitionsmöglichkeiten und der zunehmenden Beschäftigung hat Deutschland 2017 eine bilaterale Partnerschaft mit Tunesien geschlossen, die zur G20 Initiative „Compact with Africa“ zählt. Der Gesundheitssektor Tunesiens bietet, insbesondere im digitalen Bereich, somit vielfältige und attraktive Absatzchancen für deutsche Unternehmen.

Das BMWi-Markterschließungsprogramm für KMU fördert projektbezogene Maßnahmen besonders für kleine und mittlere Unternehmen. Es dient den teilnehmenden deutschen Unternehmen zur Entwicklung von wertvollen Kooperati-onsbeziehungen mit ausgewählten lokalen Geschäftspartnern, die im Rahmen des Projektes digital getroffen werden.

Gezielt werden individuell vorbereitete, virtuelle Geschäftsgespräche mit potenziellen Geschäftspartnern für B2B-Treffen vermittelt, digitale Besuche bei Referenzprojekten, Unternehmen und Institutionen organisiert sowie allgemeine und branchen- bzw. themenspezifische Informationen durch deutsche und lokale Experten und Multiplikatoren vorgestellt. Unternehmen erhalten dabei bereits im Vorfeld individuelle Unterstützung bei ihrem Markteintritt im Zielland sowie eine branchenspezifische Zielmarktanalyse. Während der digitalen „Geschäftsreise“ erhalten sie ebenfalls die Möglichkeit, ihre Produkte ausgewählten potenziellen Geschäftspartnern vorzustellen.

Teilnahme
Der Eigenanteil der Unternehmen für die Teilnahme an dem virtuellen Projekt beträgt in Abhängigkeit der Größe des Unternehmens zwischen 250 und 500 EUR (netto). Zur Teilnahme berechtigt sind maximal 12 deutsche Unternehmen der Gesundheitswirtschaft mit Geschäftstätigkeit in Deutschland (vorzugsweise KMU).

Anmeldungen werden in der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt. Sichern Sie sich daher jetzt einen der begrenzten Teilnahmeplätze.

Weitere Informationen finden Sie in einem Projektflyer

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