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(BMWi) - Vom 04. bis zum 08. Oktober 2021 führt das Informationszentrum der Deutschen Wirtschaft (IZDW) der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer (AHK), im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi), eine Markterkundungsreise nach Russland für deutsche Games- und Appentwickler durch. Es handelt sich dabei um eine projektbezogene Fördermaßnahme. Sie wird im Rahmen des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU durchgeführt. Zielgruppe sind vorwiegend kleine und mittlere deutsche Unternehmen (KMU).

Zur Teilnahme eingeladen sind deutsche Entwickler und Dienstleister aus dem Bereich der Games- und Appbranche. Mit der Markterkundung „Games- und App-Branche“ wird angestrebt, deutsche Games- und App Entwickler, welche noch keine Erfahrungen auf dem russischen Markt haben, bei der Sondierung von Geschäftsmöglichkeiten und dem Markteintritt zu unterstützen. Dabei sollen die deutschen Entwickler ausführliche Einblicke in den russischen Games- und Appmarkt erhalten, um ihre Chancen und Risiken besser abschätzen zu können. Der Fokus liegt dabei auf den politischen, rechtlichen und ökonomischen Rahmenbedingungen, die die deutschen Entwickler in Russland antreffen. Themen wie Outsourcing, Markenrecht und Koproduktionen mit russischen Entwicklern werden ebenfalls im Rahmen der Markterkundung thematisiert.

Die Delegationsteilnehmer haben die Möglichkeit, sich mit einer Präsentation dem Fachpublikum vorzustellen. Im Programm sind auch Treffen mit wichtigen Multiplikatoren und Entscheidungsträgern aus Politik und Wirtschaft sowie Besuche von führenden Entwicklerstudios vorgesehen. Zur Vorbereitung erhalten die Teilnehmer detaillierte Markt- und Brancheninformationen in Form einer Zielmarktanalyse.

Russland hat mit 84 Mio. die größte Anzahl an Smartphone-Besitzern in Europa und somit auch das größte Potenzial an Kunden. Dabei fallen 69 Prozent der Game-Downloads auf Android-Games und 27 Prozent auf iOS-Games. Die Games für das Betriebssystem Android beginnen mehr Umsatz als iOS-Games zu generieren - ein Trend, der sich in den vergangenen Jahren verstetigt hat. Zudem erscheinen jedes Jahr mehr als 100 neue Mobile Games auf dem russischen App-Markt, wobei 40 Prozent von ausländischen Entwicklern herausgegeben werden.

Für die Markterkundung wurden die Städte Moskau, St. Petersburg und Nowosibirsk ausgewählt, diese gelten in Russland als führende Städte in der Games- und App-Branche. Die russische Hauptstadt hat sich in den letzten Jahren zu einem bedeutenden Standort für die IT- und Kommunikationsbranche entwickelt. Alle großen russischen Softwarehersteller wie beispielsweise Kaspersky Lab, 1C, Yandex, aber auch zahlreiche ausländische Unternehmen wie Intel oder Google haben ihren Sitz in Moskau. Hinzu kommen die Austragung der jährlich stattfindenden Gaming-Messe „Igromir“ und das Innovationszentrum Skolkovo. Russlands zweitgrößte Stadt St. Petersburg beherbergt eine Vielzahl von bekannten Entwicklerstudios, unter anderemVK.com, Sperasoft und Nevosoft. Im Jahr 2020 wurde sogar eine Gaming-Zone zur Testierung der 5G-Technologie eingerichtet. Die Stadt Nowosibirsk ist mit 1,5 Mio. Einwohnern Russlands drittgrößte Stadt und die größte Stadt im Föderalkreis Sibirien. Nowosibirsk kann einen zunehmend wachsenden IT- und Softwaresektor vorweisen, zu dem auch eine Reihe erfolgreicher Appentwickler gehört. Ein Großteil der Entwickler ist im Technologiepark „Akadempark“ ansässig. 

Das Projekt ist Bestandteil des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU und unterliegt den De-Minimis Regelungen. Der Teilnehmerbeitrag liegt in Abhängigkeit von Umsatz und Mitarbeiterzahl des Unternehmens zwischen 500 und 1000 Euro (Netto).  Zur Teilnahme eingeladen sind vorrangig deutsche KMU. Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt, KMU haben Vorrang vor Großunternehmen. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt (max. 15 Teilnehmer).

Das detaillierte Programm finden Sie zum Download auf der Internetseite der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer.
Projektflyer (pdf)

Eine Übersicht zu weiteren Projekten des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU kann unter www.ixpos.de/markterschliessung abgerufen werden. 

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