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(BMWi) - Vom 01.03.2021 bis 04.03.2021 führt die DREBERIS GmbH, im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi), eine Geschäftsanbahnungsreise für deutsche Anbieter innovativer Technologien und Dienstleistungen im Bereich des nachhaltigen und ökologischen Bauens in die Schweiz im Hybrid-Modell (online / Zürich, Bern) durch. Es handelt sich dabei um eine projektbezogene Fördermaßnahme im Rahmen des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU.

Die Delegationsreise richtet sich insbesondere an kleine und mittlere Unternehmen (KMU), Selbstständige der gewerblichen Wirtschaft sowie fachbezogene Freie Berufe und wirtschaftsnahe Dienstleister mit Branchenschwerpunkt auf nachhaltiges, ökologisches Bauen.

Für deutsche Unternehmen ist der Absatzmarkt der Schweiz mit dem siebthöchsten Außenhandelssaldo Deutschlands und dem weltweit zweithöchsten BIP pro Kopf (IMF, 2019) ein attraktives Ziel. Die Baubranche der Schweiz verzeichnete 2018 ein Wirtschaftswachstum von 1,4%. Für die Schweiz ist Deutschland sowohl nach Importen als auch nach Exporten der wichtigste Handelspartner.

Das Wachstum auf dem Schweizer Markt für nachhaltige und ökologische Lösungen in der Bauwirtschaft wird durch viele Faktoren stimuliert. Die wichtigsten Treiber sind unter anderem der kontinuierliche Infrastrukturausbau, die Verbesserung der Energieeffizienz von Gebäuden aufgrund der Energiewende, ein großer Spielraum für Großprojekte Dank geringer öffentlicher Verschuldung und umfangreiche staatliche Subventionen für nachhaltiges Bauen, urbane Grünräume und nachhaltige Energienutzung. Im europäischen Vergleich sind Schweizer Sanierer und Hausbauer überdurchschnittlich bereit, Mehrkosten für Nachhaltigkeit zu tragen.

Die wichtigsten Trends der Bauwirtschaft in der Schweiz sind nachhaltige Technologien und ökologische Baumaterialien, die Digitalisierung, energieeffiziente Lösungen, der 3D-Druck, modulares Bauen mit Vorfertigung in Fabriken, Smart Home Technologien und urbane Grünräume. Nachhaltigkeit wird zu einem Leitmotiv im gesamten Gebäude-Lebenszyklus. Besonders der Naturbaustoff Holz ist in der Schweiz stark nachgefragt, etwa 15% der Einfamilienhäuser basieren auf ihm. Grünräume, vor allem Pocketparks und Gründächer, stehen seit längerem in Städten wie Genf und Lausanne im Fokus und werden mit öffentlichen Geldern bezuschusst. Die Baubranche ist verantwortlich für etwa 40% des Ressourcenverbrauch – kein Wunder also, dass die Schweiz auch hier Vorreiter bei der Förderung erneuerbarer Energien, wie z.B. Photovoltaikanlagen, und der Sanierung von Gebäudehüllen ist. Die Digitalisierung ermöglicht Kosten- und Zeiteinsparungen, höhere Präzision bei der Planung und höhere Arbeitssicherheit – hier gibt es eine große Nachfrage an hochqualifizierten Spezialisten.

Diese Trends resultieren in einer hohen Nachfrage an Anbietern und Dienstleistern von Innovation, Technologie, Konzepten und Geschäftsmodellen, Bauinformatik und –robotik und allgemein an hochqualifizierten Fachkräften, die die ökologische und nachhaltige Bauwirtschaft in der Schweiz vorantreiben können. Insbesondere größere Städte wie Zürich, Genf, Basel oder Lausanne bieten enormes Marktpotenzial und hervorragende Rahmenbedingungen.

Deutsche Unternehmen der nachhaltigen und ökologischen Bauwirtschaft haben ein hohes Absatzpotential auf dem schweizerischen Markt dank ihrer umfassenden Erfahrung und ihrem technischen Know-How, da auch die deutsche Baubranche vergleichbare langfristige Ziele anstrebt. Der Erfahrungsaustausch und die Nutzung bewährter Lösungen ist von großem Interesse für die schweizerische Seite. Für deutsche Anbieter ist es daher sehr wichtig, die lokalen Marktgegebenheiten zu kennen und individuelle Lösungen für die Bedarfe der verschiedenen Geschäftspartner zu entwickeln. Mit der Geschäftsanbahnungsreise können die Grundlagen dafür auf effiziente Weise gelegt werden, da der Auf- und Ausbau von Geschäftsbeziehungen zu Kunden, Entwicklungspartnern sowie Partnern für Implementierung und Distribution im Mittelpunkt steht. Dazu werden individuelle Geschäftsgespräche sowie eine Präsentationsveranstaltung virtuell organisiert. Ergänzt wird das Programm durch ein Teilnehmerbriefing (online) zu den wirtschaftlichen Entwicklungen des Landes und branchenrelevanten Themen mit lokalen Experten. Zur Vorbereitung auf die Reise erhalten die Teilnehmer eine detaillierte Zielmarktanalyse sowie relevante Wettbewerbsinformationen zur individuellen Reisevorbereitung.
Das Projekt ist Bestandteil des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU und unterliegt den De-Minimis-Regelungen. Der Eigenanteil der Unternehmen für die Teilnahme am Projekt beträgt in Abhängigkeit der Größe des Unternehmens zwischen 250 und 500 EUR (netto).

Hat das Projekt Ihr Interesse geweckt, so wenden Sie sich bitte an DREBERIS. Weitere Informationen erhalten Sie im Projektflyer.

Anmeldeschluss für die Reise ist am 30.11.2020. Die Teilnehmerzahl ist beschränkt, daher bitten wir um eine frühzeitige Bewerbung. Bitte nutzen Sie dazu das Online-Anmeldeformular.

Eine Übersicht zu weiteren Projekten des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU kann unter www.ixpos.de/markterschliessung abgerufen werden.

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