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(BMWi) - Vom 07. bis 11. März 2022 führt die AHK Slowakei in Kooperation mit econAN international GmbH, im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi), eine Geschäftsanbahnungsreise in die Slowakei durch. 

Es handelt sich dabei um eine projektbezogene Fördermaßnahme. Sie ist Bestandteil der Exportinitiative „Zivile Sicherheitstechnologien und -dienstleistungen“ und wird im Rahmen des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU durchgeführt. Zielgruppe sind vorwiegend kleine und mittlere deutsche Unternehmen (KMU).

Für die slowakische Regierung gehören Sicherheit und Zivilschutz zu den wichtigsten Prioritäten. Im Januar 2021 hat die bürgerlich-liberale Koalition zehn Monate nach Amtsantritt eine neue Sicherheitsstrategie verabschiedet. Das Papier bildet die konzeptuelle Grundlage für die Sicherheitspolitik des Landes. Darin enthalten sind Handlungsempfehlungen, den öffentlichen Sektor und kritische Infrastrukturen gegen Cyberangriffe und hybride Bedrohungen abzuschotten sowie den Zivilschutz einschließlich der materialtechnischen Ausrüstung zu stärken.

Für deutsche Unternehmen im Bereich zivile Sicherheitstechnologien und -dienstleistungen eröffnen sich dadurch interessante Geschäftschancen. Auf der Geschäftsanbahnungsreise können sie ihr Know-how vorstellen und Kontakte zum Vertriebsaufbau in der Slowakei knüpfen. Sollten die Auswirkungen der globalen Corona-Pandemie eine physische Durchführung vor Ort nicht zulassen, kann das Projekt in Abstimmung mit den Teilnehmenden auf ein digitales Format umgestellt werden.

Ein Kernthema der Reise ist die Cybersicherheit. Die slowakische Regierung hat im Vorjahr eine Strategie und einen Aktionsplan für die Legislaturperiode bis 2024 beschlossen, um die Digitalisierung in der Slowakei weiter voranzutreiben. Dabei soll auch die IT-Sicherheitsarchitektur in der öffentlichen Verwaltung und in Unternehmen verbessert werden. Mit den EU-Geldern aus der neuen Förderperiode 2021-2027 sowie aus dem EU-Wiederaufbaufonds werden ausreichend Mittel bereitstehen, um entsprechende IT-Sicherheitsprojekte finanziell zu flankieren. Industrieunternehmen können außerdem Förderung für Investitionen in Datenschutz und Cybersicherheit aus dem nationalen Investitionsförderprogramm erhalten.

Auch in anderen Sicherheitsbereichen besteht hoher Investitionsbedarf. Laut dem slowakischen Verband für Sicherheitsindustrie stehe der Gebäudeschutz im Vordergrund. Notwendig sei insbesondere eine Ausstattung mit elektronischen Brandschutzsystemen und sicheren Zugangssystemen. 

Über Finanzierung durch den Wiederaufbaufonds sollen zudem Investitionen in moderne Kriminaltechnik für die Strafverfolgungsbehörden, in Sanierung und Neubau von Feuerwehrstationen sowie in den Aufbau Integrierter Sicherheitszentren für den Zivilschutz getätigt werden.

Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen stimmen ebenfalls zuversichtlich. Die Slowakei ist ein Wachstumsmarkt, der von 2017 bis 2019 jährliche Steigerungsraten von durchschnittlich drei Prozent erzielte. Nach dem coronabedingten Einbruch des Vorjahres (-6 Prozent) fand die Wirtschaft 2021 zügig auf den Wachstumskurs zurück. Die Slowakische Nationalbank erwartet für das laufende Jahr ein reales Wirtschaftswachstum von 3,5 Prozent und für das Folgejahr eine Wachstumsrate von mehr als sechs Prozent. 

Deutsche Produkte und Technologien genießen in der Slowakei generell ein hohes Ansehen. Anbietern aus Deutschland eröffnet sich damit die Möglichkeit, den slowakischen Markt durch Kooperation mit einem lokal gut vernetzten Vertriebspartner zu erschließen. 

Die Geschäftsanbahnungsreise richtet sich an deutsche Unternehmen aus dem Bereich zivile Sicherheit, die moderne wie innovative Lösungen insbesondere für die Bereiche Cybersicherheit, Infrastruktur-, Gebäude- und Zivilschutz bieten. Diese stoßen in der Slowakei auf eine steigende Nachfrage nach Sicherheitslösungen im öffentlichen und gewerblichen Sektor sowie bei den rund 3.500 gemeldeten Sicherheitsdienstleistern. Der Bedarf kann von einheimischen Anbietern nicht ausreichend gedeckt werden. Es sind deutsche Unternehmen unterschiedlicher Größen und innerhalb eines sehr breiten Branchenspektrums in der Slowakei gefragt, z.B. mit Produkten und Lösungen für die Absicherung von Rechenzentren und vernetzten Produktionsanlagen, dem Schutz kritischer Infrastrukturen, physische Sicherheit / Alarmsysteme / Brandschutz / Sicherheitsmanagement / Zugangskontrolle / Überwachungstechnik / Forensik / Datenträgerlagerung und -vernichtung / unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) / Digital Lab Services / Smart Home-Sicherheitslösungen.

Für die deutschen Projektteilnehmenden werden individuell auf ihre Anforderungen zugeschnittene Geschäftsgespräche mit potenziellen Kooperationspartnern, Kunden und Branchenexperten in der Slowakei organisiert. In Vorbereitung auf die Geschäftsanbahnungsreise erhalten die Projektteilnehmenden eine Zielmarktanalyse, die auf die relevante Branche, deren Marktentwicklung, Vertriebsinformationen sowie die rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen auf dem slowakischen Markt eingeht. Im Rahmen einer fachbezogenen Präsentationsveranstaltung werden die deutschen Teilnehmenden die Möglichkeit haben, dem slowakischen Fachpublikum bestehend aus Vertretern der Wirtschaft, Verbänden, Verwaltung und Presse ihre Leistungen, Produkte und Technologien vorzustellen.Besuche bei Referenzprojekten, Unternehmen und Institutionen runden das Programm ab.

Das Projekt ist Bestandteil des BMWi-Markterschließungsprogramm für KMU und unterliegt den De-Minimis-regelungen. Der Eigenanteil der Unternehmen für die Teilnahme am Projekt beträgt in Abhängigkeit der Größe des Unternehmens zwischen 500 und 1.000 EUR (netto).

Teilnehmen können maximal 12 Unternehmen. Anmeldungen werden in der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt, wobei KMU Vorrang vor Großunternehmen haben.

Anmeldeschluss für die Teilnahme an der Geschäftsanbahnungsreise ist der 11. Januar 2022.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte auch dem Projektflyer

Eine Übersicht zu weiteren Projekten des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU finden Sie unter www.ixpos.de/markterschliessung.

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