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(BMWi) - Im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) organisiert die Deutsch-Thailändische Handelskammer (AHK Thailand) in Zusammenarbeit mit der econAN international GmbH und der SBS systems for business solutions GmbH vom 13. bis 17. September 2021 eine digitale Geschäftsanbahnung zu Zivilen Sicherheitstechnologien und -dienstleistungen für den Zielmarkt Thailand.

Die aktuelle Situation und die Auswirkungen der globalen Corona-Krise lassen eine physische Durchführung vor Ort nicht zu. Es handelt sich dabei um eine projektbezogene Fördermaßnahme. Sie ist Bestandteil der Exportinitiative „Zivile Sicherheitstechnologien und -dienstleistungen“ und wird im Rahmen des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU durchgeführt. Zielgruppe sind vorwiegend kleine und mittlere deutsche Unternehmen (KMU). Das Projekt wird durch den ASW Bundesverband, den Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW), den BHE Bundesverband Sicherheitstechnik e.V. und den Bundesverband IT-Sicherheit e.V. (TeleTrusT) unterstützt. Vor Ort sind die Partner ASIS International (Thailand Chapter), The Building Inspectors Association (BSA) und die Thai Security Association (TSA) eingebunden.

Programm
Während der mehrtägigen Geschäftsanbahnung lernen die Teilnehmer den Zielmarkt Thailand näher kennen und treten in Kontakt mit potenziellen Geschäftspartnern. Das Programm bietet einen umfassenden Überblick zur Branche und Kontakt- und Vernetzungsmöglichkeiten zu thailändischen Multiplikatoren, Institutionen und Unternehmen. Bei einer digitalen Konferenz stellen die deutschen Teilnehmer ihre Produkte und Dienstleistungen vor. In den im Vorfeld organisierten und von den AHKs moderierten Einzelgesprächen sollen konkrete Kooperationen mit Unternehmen aus dem Sektor angebahnt werden.

Zielregion und Marktchancen
Für deutsche Hersteller und Lösungsanbieter ergeben sich vielseitige Marktchancen. Mit einem Marktvolumen von ca. US$ 120 Mio. und zweistelligen jährlichen Wachstumsraten ist die zivile Sicherheitsindustrie eine wichtige Säule der thailändischen Wirtschaft. Der größte Markt für zivile Sicherheitssysteme ist weiterhin im Bereich der Videoüberwachungssysteme zu finden, Kunden wechseln von traditionellen bzw. analogen hin zu IP-basierten Überwachungssystemen. Neben Brandschutzsystemen, Feuermeldern sowie Zugangs- und Videoüberwachungssystemen muss Thailand auch Metalldetektoren für die Eingangskontrolle importieren. Bedeutende Großprojekte sind aktuell sowohl von staatlicher als auch privater Seite geplant und bieten interessante Geschäftschancen für deutsche Unternehmen. Zu diesen zählen u.a. die Erweiterung des Flughafens (Suvarnabhumi) in Bangkok, der Ausbau des U-Tapao International Airport zum zentralen Drehkreuz, ein neues Hochgeschwindigkeitsnetz (High Speed Trains) über 220 Kilometer zur Vernetzung der drei Flughäfen (Suvarnabhumi, Don Mueang und U-Tapao) etc.

Die Nachfrage nach Sicherheitslösungen im Schienenverkehr und der damit verbundenen Infrastruktur wächst. Beide Sektoren stellen sehr hohe Sicherheitsanforderungen. Zudem werden derzeit zahlreiche neue Schnellstraßen (Inter-City Motorway Projects) errichtet. Auch soll ein neues elektronisches Mautsystem („M-Flow“) eingeführt werden. Intelligente Verkehrssysteme (IVS) stehen im Fokus, um den Straßenverkehr sicherer, effizienter und umweltfreundlicher zu machen.

Die Fokussierung auf intelligente Städte ist eine weitere zentrale Säule der Regierungsinitiative „Thailand 4.0“, welche 2018 verabschiedet wurde und auf 20 Jahre angelegt ist. In den nächsten Jahren sollen bis zu 100 „Smart Cities“ in 76 Provinzen entstehen. Ziel ist es, zukünftig insgesamt drei thailändische Städte in der Smart City Weltrangliste gelistet zu sehen. Lösungen für intelligente Städte, Industrie 4.0 oder intelligente Logistik kommunizieren über das Internet der Dinge (IoT) und sind ohne angemessene Vorsichtsmaßnahmen sehr anfällig für Cyberangriffe. Angesichts der zunehmenden Vernetzung bleibt die Cybersicherheit für Regulierungsbehörden, Privatunternehmen und Einzelpersonen ein zentrales Anliegen. Die Investitionen in IT- und Cybersicherheitssysteme in Thailand nehmen weiter zu, getrieben durch die digitale Transformation und sich verändernde Cyber-Angriffsmuster. Ausgaben für Cybersecurity oder IT-Sicherheit sollen in Thailand bis 2025 jährlich durchschnittlich um rund 12% wachsen. Auch der Bereich der Cloud-Dienste soll in Thailand im Zeitraum 2018 bis 2025 um 29% wachsen, wobei der Marktwert bis 2025 geschätzt rund US$ 100 Mio. erreichen wird. Cloudnative Sicherheitsplattformen (CNSP) zum Schutz sind in Thailand vorherrschend.

Wer sollte teilnehmen
Das Programm richtet sich insbesondere an KMU, Selbstständige der gewerblichen Wirtschaft sowie fachbezogene Freie Berufe und wirtschaftsnahe Dienstleistungsunternehmen mit Geschäftsbetrieb in Deutschland und entsprechenden Branchenschwerpunkten. Bei der Vergabe der Teilnehmerplätze wird daher kleinen und mittleren Unternehmen Vorrang gegenüber Großunternehmen eingeräumt.

Weitere Hinweise
Der Eigenanteil der Unternehmen für die Teilnahme an dem digitalen Projekt beträgt in Abhängigkeit der Größe des Unternehmens zwischen 250 und 500 EUR (netto). Das Projekt unterliegt den De-Minimis-Regelungen.

Anmeldung
Eine verbindliche Anmeldung ist bis zum 31. Mai 2021 möglich. Die Anzahl der Teilnehmer ist auf 12 Unternehmen begrenzt. Anmeldungen werden in der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt, wobei KMU Vorrang vor Großunternehmen haben. Eine frühzeitige Anmeldung sichert Ihnen die Teilnahme und eine bestmögliche Vorbereitung der individuellen Geschäftsgespräche.

Informationen über die Geschäftsanbahnung finden Sie auch im Projektflyer

Eine Übersicht zu weiteren Projekten des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU finden Sie unter www.ixpos.de/markterschliessung.

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