(BMWi) - Vom 21.03.2022 bis zum 25.03.2022 führt das Informationszentrum der Deutschen Wirtschaft (IZDW) der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer (AHK), im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi), eine Leistungsschau nach Russland zum Thema Wasser- und Abwasserwirtschaft mit dem Fokus auf die Umwelttechnologien durch. 

Es handelt sich dabei um eine projektbezogene Fördermaßnahme. Sie ist Bestandteil der Exportinitiative Umwelttechnologien und wird im Rahmen des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU durchgeführt. Zielgruppe sind vorwiegend kleine und mittlere deutsche Unternehmen (KMU).

Kooperationspartner im Projekt ist German Water Partnership e.V. Zur Teilnahme eingeladen sind deutsche Anbieter und Dienstleister aus dem Bereich der Wasser- und Abwasserwirtschaft. Ziel ist es Hersteller hochwertiger Technologien, Produkte und Dienstleistungen aus Deutschland beim Auf- und Ausbau ihrer Geschäftstätigkeit in den Zielregionen zu unterstützen.

Die Stadt Moskau und das Moskauer Gebiet haben den höchsten Verbrauch der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung im Vergleich zu anderen Regionen Russlands, bedingt durch die sehr hohe Einwohnerzahl von ca. 17,1Millionen. Das zentrale Problem von Grundwasser in Moskau und im Moskauer Gebiet ist ein zu hoher Eisengehalt.

Im Jahr 2020 wurden in der Region 40 Wasserversorgungsanlagen gebaut und modernisiert. Bis Ende 2021 sollen weitere 23 Anlagen modernisiert werden, dafür sind Investitionen i. H. v. mehr als 11 Millionen Euro geplant. Die Projekte wurden im Rahmen des regionalen Programms «Sauberes Wasser» durchgeführt, das bis 2024 verlängert wurde.

Die Republik Udmurtien wird bis Ende 2021 3 Millionen Euro für die Modernisierung ihrer Abwasseraufbereitungsanlagen erhalten. In der Region konzentrieren sich viele Rüstungsunternehmen und die metall- und holzverarbeitende Industrie. Außerdem verfügt die Region über Ölvorkommen. Bis 2024 werden sich die geplanten Investitionen zur Verbesserung der Wasserinfrastruktur auf mehr als 23 Millionen Euro belaufen.

Auf das Gebiet Perm entfallen 97% der in Russland produzierten Kalidüngemittel. Die wichtigsten Industriebranchen in der Region Perm sind der Maschinenbau, die chemische und petrochemische Industrie, die Metallurgie, die Brennstoffindustrie, die Holzindustrie, die Holzverarbeitung sowie die Zellstoff- und Papierindustrie. Die Kraftstoff- und Chemieindustrie basiert hauptsächlich auf lokalen Rohstoffen. Bis 2024 werden sich die geplanten Investitionen zur Verbesserung der Wasserinfrastruktur in der Region Perm auf mehr als 22 Millionen Euro belaufen.  

Deutsche Technologien bleiben nach wie vor Spitzenreiter in vielen Industriebereichen, vor allem grüne Technologien erfreuen sich zunehmender Nachfrage. Da in Russland der Druck aus Politik und Gesellschaft wächst und der Wille sowie die Finanzierungsmöglichkeiten in der Industrie und Seitens des Staates vorhanden sind, bietet sich eine günstige Gelegenheit, russischen Unternehmen deutsche Lösungen zu präsentieren.

Ziel des Programms ist die Vermittlung direkter Geschäftskontakte zu möglichen Kunden und Geschäftspartnern in den Zielregionen. Schwerpunkt der Leistungsschau ist das Symposium «Technologien und Anlagen der Wasser- und Abwasserwirtschaft – Innovation „made in Germany“ ».

Die Delegationsteilnehmer stellen sich mit einer Präsentation dem lokalen/regionalen Fachpublikum vor. Im Programm sind auch Treffen mit wichtigen Multiplikatoren und Entscheidungsträgern aus Politik und Wirtschaft sowie Besichtigungen von führenden Industrieunternehmen und die Teilnahme an der WASMA-Messe 2022 (Internationale Ausstellung von Ausrüstung und Technologien für Recycling und Abwasserbehandlung) vorgesehen.  Zur Vorbereitung erhalten die Teilnehmer detaillierte Markt- und Brancheninformationen in Form einer Zielmarktanalyse.

Das Projekt ist Bestandteil des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU und unterliegt den De-Minimis-Regelungen. Der Eigenanteil der Unternehmen für die Teilnahme am Projekt beträgt in Abhängigkeit der Größe des Unternehmens zwischen 500 und 1.000 EUR (netto). Zur Teilnahme eingeladen sind vorrangig deutsche KMU. Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt, KMU haben Vorrang vor Großunternehmen.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt (max. 12 Teilnehmer). Sollten die Auswirkungen der globalen Corona-Pandemie eine physische Durchführung vor Ort nicht zulassen, kann das Projekt, in Abstimmung mit den Teilnehmern, auf ein digitales Format umgestellt werden. Die Eigenanteile der Unternehmen werden in diesem Fall um die Hälfte reduziert.

Das detaillierte Programm finden Sie zum Download auf der Internetseite der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte auch dem Projektflyer

Eine Übersicht zu weiteren Projekten des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU finden Sie unter www.ixpos.de/markterschliessung.

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