(GTAI) - Die österreichische Wasserpolitik und Wasserwirtschaft umfasst vier Bereiche: Ressourcenschutz, Nutzungsregelungen, Hochwasserschutz und Abwasserreinigung. Hier interessieren der erste und der letztgenannte Bereich. Der Schutz der Wasserressourcen ist für Österreich von elementarer Bedeutung, da das Trinkwasser bisher fast ausschließlich aus Grundwasser oder Quellen gewonnen wird und vor seiner Einleitung in das Wassernetz kaum einer Behandlung bedarf. Mit größeren Investitionen ist in den nächsten Jahren nicht zu rechnen.

Anders sieht es bei der Abwasserbehandlung aus. In den 90er Jahren hat es in diesem Segment beträchtliche Investitionen gegeben, so dass viele Anlagen heute 25 oder 30 Jahre alt sind. Viele Kommunen sind mit Planungen zur Modernisierung bestehender Anlagen befasst. Für viele Vorhaben wird nach Ansicht von Alexander Fuchs-Fuchs, Geschäftsführer der Gütegemeinschaft Wassertechnik im Fachverband der Metalltechnischen Industrie, die laufende Modernisierung der Hauptkläranlage Wien ein Vorbild sein. Dort wird voraussichtlich noch 2020 eine Anlage in Betrieb genommen, die den Klärschlamm - nach Phosphorrückgewinnung - in einer Biogasanlage nutzt und damit den gesamten eigenen Strombedarfs selbst erzeugt. Übrig gebliebener Klärschlamm wird anschließend im angeschlossenen Heizkraftwerk verbrannt. In dieses Projekt E_OS - Energieoptimierung Schlammbehandlung investiert die Stadt Wien rund 250 Millionen Euro. Der Österreichische Wasser- und Abfallwirtschaftsverband (ÖWAV) schätzt, dass für Sanierungs- und Erhaltungsmaßnahmen pro Jahr mindestens 500 Millionen Euro an Investitionen erforderlich sind. Hier bieten sich in den nächsten Jahren gute Chancen für ausländische Anbieter.

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